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Modernste Recyclinganlage Österreichs startet in Leoben

10,5 Millionen Euro wurden in die digital gesteuerte Recyclinganlage von "Mayer Recycling" investiert – ein Vorzeigeprojekt. 

Roland Pomberger (Montanuniversität), Johann Seitinger (Landesrat) und Andreas Säumel (v. l.) bei der Eröffnung.
© www.lunghammer.at Roland Pomberger (Montanuniversität), Johann Seitinger (Landesrat) und Andreas Säumel (v. l.) bei der Eröffnung.

In allem Schlechten steckt etwas Gutes – und manchmal sogar etwas sehr Gutes: Als die Recyclinganlage der Firma Mayer Recycling am 11. Juli 2018 einem verheerenden Brand zum Opfer fiel, nutzte Firmenchef Andreas Säumel den Neuaufbau, um Österreichs modernste Recyclinganlage auf die Beine zu stellen. 

Insgesamt 10,5 Millionen Euro wurden in die neue Recyclinganlage für Restmüll, Gewerbeabfälle und Spermüll investiert.Rund 60 Prozent des Investments bleiben dabei in der Steiermark.  Entwickelt wurde die Anlage gemeinsam mit Partnern aus dem Forschungsprojekt ReWaste 4.0. „Das Know-how dafür und fast alle Maschinenkomponenten stammen aus der Steiermark“, betont Säumel, der das Familienunternehmen zusammen mit seiner Frau in dritter Generation in St. Michael bei Leoben führt. 

2,5 Millionen für Brandschutz

Als weltweites Vorzeigeprojekt zeichnet sich die steirische Anlage vor allem aufgrund der voll digitalisierten Steuerung, der innovativen Technik und eines hochmodernen Brandschutzkonzeptes aus – 2,5 Millionen Euro wurden zusätzlich in den Feuerschutz investiert, der auf eine völlig neue Methode im Bereich des Maschinenschutzes setzt. „Die Flexibilität, die unsere Anlage nun aufweist, ist in dieser Form einzigartig. Durch innovative Sortiermaschinen ist es ab sofort möglich, die unterschiedlichen Abfallarten frühzeitig zu erkennen und zu sortieren“ erklärt Säumel. Ebenfalls hervorzuheben ist die positive CO₂- und Energiebilanz: Durch verbesserte Recyclingmaßnahmen bei Eisen-, Nichteisen- oder Aluminiumabfällen können die Recyclingquoten nun noch weiter verbessert und somit die Umwelt geschont werden. „Die so gewonnenen Metalle haben im Vergleich zu den aus thermischen Prozessen zurückgewonnenen Metallen einen höheren Wert, da sie eine wesentlich höhere Qualität aufweisen. Damit können wir beispielsweise Industrien im Automobilbereich, die hochwertige Rohstoffe einsetzen, beliefern“, so Säumel.

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