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Mit Mut, Ehrgeiz und Skiern zum Merkur fürs Lebenswerk

Intersport-Pionier Johannes Tscherne wurde mit dem „Handelsmerkur“ für seine mehr als sportliche Unternehmerkarriere ausgezeichnet. Ein Portrait.

Ob Tauchen oder Rafting mit den Enkeln – Sport spielt für den 82-Jährigen noch immer eine große Rolle.
© Foto Fischer Ob Tauchen oder Rafting mit den Enkeln – Sport spielt für den 82-Jährigen noch immer eine große Rolle.
Der Leobener Unternehmer Johannes Tscherne ist ohne Zweifel ein Pionier des modernen Sporthandels, schließlich zählt er zu den Gründervätern von „Intersport Österreich“. Sein unternehmerisches Engagement und seine wegweisenden Geschäftsideen legten den Grundstein für ein Familienbusiness, das heute weit über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich ist. Eine Leistung, die auch Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner in seiner Laudatio bei der Verleihung des steirischen „Handelsmerkurs für das Lebenswerk“ unterstrich.
In vierter Generation
Geschäftssinn hat in der Leobener Unternehmerfamilie Tscherne lange Tradition, die bereits vor 95 (!) Jahren mit der Übernahme eines Galanteriewaren-Geschäftes durch Tschernes Großvater 1923 ihren Anfang nahm. Und bereits Tschernes Vater legte rund zehn Jahre später einen Sortimentsfokus auf sportliches Equipment: So wurden hier neben Reiseartikeln und Taschen bereits Rodeln und Schlittschuhe angeboten – 1939 gab es bei „Tscherne“ sogar die ersten verleimten „Kneissl-Splitkein-Ski“ mit Stahlkanten. Nach Kriegsende beteiligte sich die gesamte Familie am Wiederaufbau des Geschäfts, das in den darauffolgenden Jahren immer stärker durch die Berufserfahrungen des Handelsakademikers – u. a. am Arlberg, in München und in Innsbruck – profitierte. „Es ist sagenhaft, wie sehr sich das Geschäft mit den Jahren verändert hat. Früher war die ganze Ware noch in Schachteln versteckt und wurde eigentlich nur zum Vorführen für die Kunden sichtbar“, erzählt Tscherne. Die wesentliche Zäsur stellte 1964 dar, als der damals erst 28-Jährige gemeinsam mit weiteren Händlern „Intersport Österreich“ begründete. Doch damit nicht genug: Nur vier Jahre später wurde der Steirer als österreichischer Vertreter zur Gründung von „Intersport International“ entsandt. Anfang der 70er-Jahre startete Tscherne weiter unternehmerisch durch: Drei Shops in Hartberg, Oberwart und Graz erweiterten das sportliche Familienbusiness und in Leoben wurde 1977 eine 2.000 Quadratmeter große „Intersport“-Filiale im Stadtzentrum neu eröffnet.

Aber auch in der Interessensvertretung zeigte Tscherne enormes Engagement: Über zwei Jahrzehnte setzte er sich für den österreichischen Sportfachhandel auf Landes- und Bundesebene ein. Diese Leidenschaft um und für den Sport tragen auch seine beiden Söhne – bereits in vierter Generation – erfolgreich weiter: Sie betreiben mittlerweile zehn „Intersport“-Filialen in ganz Österreich. 

Zum Unternehmen:

  • 1923 übernahm Johannes Tschernes Großvater ein Galanteriewaren-Geschäft am Hauptplatz von Leoben.
  • 1936 wurde Johannes Tscherne in Leoben geboren.
  • 1945 erfolgte der Wiederaufbau des Geschäfts nach Ende der russischen Besatzung.
  • 1963 Hochzeit mit Ingrid. 
  • 1964 wurde „Intersport Österreich“, vier Jahre später „Intersport International“ gegründet.
  • 1970-1973 wurden drei neue Shops in Hartberg, Oberwart und Graz ins Leben gerufen.
  • 1977 wurde das Stammhaus in Leoben neu eröffnet.
  • Von 1995 bis 2005 war Tscherne Obmann des steirischen Gremiums für Lederwaren, Spielwaren und Sportartikelhandel.

Die Story zur großen Handelsmerkur-Gala in der Alten Universität Graz finden Sie hier.

Von Miriam Defregger


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