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Mit den Umsätzen geht es bergwärts

Nicht mehr per pedes zum Gipfelsieg, sondern mit der Bahn. Die Umsatzkurve zeigt dank Sommertouristen steil nach oben.

Eine von vielen Attraktionen, mit denen die Planaibahnen locken: die Cabrio-Bahn. Da wird schon die Fahrt nach oben zum Erlebnis.
© Weeber Eine von vielen Attraktionen, mit denen die Planaibahnen locken: die Cabrio-Bahn. Da wird schon die Fahrt nach oben zum Erlebnis.
Stramme Wadln braucht heute kein Bergfex mehr, um auch im Sommer luftige Höhen zu erklimmen. Es geht auch ganz gemütlich mit Gondel oder Sesselliften ganz nach oben. Tendenz stark steigend, wie 205 Seilbahnen im Sommerbetrieb österreichweit und 14 Bahnen in der Steiermark beweisen. Immer mehr Betreiber „bespielen“ die Berge, um mit Events und Entertainment über der Baumgrenze neue Zielgruppen zu locken. Und diese kommen eben nicht nur, um Stille und Natur pur zu genießen, sondern auch, um über der Baumgrenze zu feiern. Auch wenn die Wertschöpfung der Bahnen für die Regionen im Winter ungleich höher ist, so ist das Geschäft mit den Sommerfahrgästen ein zunehmend wichtiger Umsatzfaktor, der vor allem den Regionen unverzichtbare Wertschöpfung in die Kassen spült.
Eine jüngste Statistik manifestiert, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste in den sommerlichen Urlaubsdestinationen mit einem ausgezeichneten Bergangebot mehr als 30 Prozent über der normalen durchschnittlichen Aufenthaltsdauer liegt. Auch die Zahlen sprechen für sich: 2017 – von Mai bis Oktober – sind in Österreich 18,1 Millionen Gäste passiv „aufgestiegen“ und haben damit der Branche knapp 15 Prozent ihrer Jahresumsätze eingespielt.
Auch für die Steiermark vermeldet Arthur Moser, Chef der heimischen Seilbahnen, konstant steigende Auslastung und im Sommer 2017 bereits über eine Million Fahrgäste. „Auf der Ertragsseite hinken wir natürlich etwas nach, weil die Preise im Sommer weitaus niedriger sind als im Winter und auch viele Aktionen – wie zum Beispiel über die Steiermark Card – die Fahrpreise und damit die Deckungsbeiträge drücken.“ Das schlucken die Betreiber aber bereitwillig, weil, wie auch Tauplitz-Bahnen-Chef Hubert Mayrhofer erklärt, „über diese Angebote viele Touristen erst auf die Idee kommen, unsere Bahn, die täglich in Betrieb ist, zu nutzen, obwohl eine gut ausgebaute Straße bis auf den Gipfel führt“. Er verbucht steigendes Passagieraufkommen im zweistelligen Prozentbereich und denkt darüber nach, den Sommer mit Angeboten massiv auszubauen.

Das hat auch Riesneralm-Innovator Erwin Petz vor, der den Sommerbetrieb allerdings nicht an Zahlen messen möchte: „Wir haben zu Beginn nie geglaubt, dass wir jemals den Sommer positiv bilanzieren können. Das ist gelungen, der Zulauf ist dank eines tollen Programms für Naturfreaks und auch die große und kleine Spaßgesellschaft gewaltig. Das Schönste: Wir können tolle Mitarbeiter das ganze Jahr beschäftigen.“ Das ist auch ein Motor für GF Georg Bliem, das Angebot in seiner Planaigruppe (Dachstein, Planai, Hochwurzen, Wilder Berg) laufend attraktiv zu erweitern: „270 Mitarbeiter von (im Winter) gesamt 430 sind auch im Sommer an Bord.“ Verständlich, verbucht der Bahnenchef seit 2013 Zuwachsraten von über 50 Prozent. Was Bliem nicht will: Keine Disneyisierung seiner Berge.

"Aufigondeln":

Die 14 weiß-grünen Sommerbergbahnen haben 2017 über eine Million Gäste befördert. Die Touristen suchen über der Baumgrenze Abkühlung, Natur, aber auch Entertainment. Was genau geboten wird, darüber berichten wir im Sommer in einer Mini­serie: „Aufigondeln“.


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