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Millionen-Mautkosten im Kreuzfeuer der Kritik

Lkw-Maut ist um 25 Prozent zu hoch, hat eine Studie ergeben. Die Branche fordert jetzt mit Nachdruck rasche Senkung.

LKW auf der Autobahn
© Asfinag LKW-Maut: Senkung gefordert

„Das derzeitige Mautsystem für Lkw und Busse ist fernab von Transparenz und Kostenwahrheit“, kritisiert Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr. Er fordert eine schrittweise Senkung der Mauttarife für Lkw um mindestens 25 Prozent, bei Bussen sollte die Maut nochmals um zwölf Prozent niedriger sein. Ursache für den Groll des Obmannes ist das Ergebnis einer in Auftrag gegebenen Studie, die ergeben hat, dass seit 2014 die Mauteinnahmen weit höher lagen als die Infrastrukturkosten. „2016 lag nach unseren Berechnungen die Überdeckung bei rund acht Cent pro gefahrenem Kilometer. Das heißt, wenn ein Lkw rund 10.000 Mautkilometer im Jahr fährt, was keineswegs viel ist, dann zahlt er um 800 Euro im Jahr zu viel“, rechnet der steirische Fachgruppenobmann Güterbeförderungsgewerbe, Peter Fahrner, vor. Kumuliert betrachtet haben Lkw und Busse von 2008 bis 2016 damit um mehr als 800 Millionen Euro zu viel bezahlt. „Die Mautgebühren sind ein wichtiger Standortfaktor, der uns aber davonläuft“, so Klacska, der seine Kritik an einem Beispiel festmacht: „Wenn in Österreich ein Transport im Ennstal startet, kommt er mit 50 Euro Maut noch nicht einmal bis an die Grenze, denn 50 Euro reichen hierzulande nur für 130 Kilometer während man in Deutschland um dasselbe Geld 370 Kilometer weit kommt.“ Fahrner sieht durch die Studie die Vermutung bestätigt, „dass Österreich das am höchsten bemautete Land in der EU ist“. 

Wegekostenrechnung ist völlig veraltet

Ein Problem bei der Überprüfung der österreichischen Mauttarife ist eine veraltete Wegekostenrechnung aus dem Jahr 2000, die dem System zugrunde liegt. „Wir fordern das Verkehrsministerium auf, eine neue Kostenrechnung in Auftrag zu geben“, so Klacska. Ohne eine solche dürfe es keinesfalls zu einer neuerlichen Mauterhöhung kommen. Vielmehr sei es nun Zeit für eine Tarifsenkung, sind sich Klaska und Fahrner einig. 

Fahrner: „Ich frage mich, ob das derzeitige System EU-rechtskonform ist. Wir werden auf jeden Fall die EU-Kommission über die Studienergebnisse informieren.“ Nicht ausgeschlossen sei außerdem, dass der Fachverband den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Überprüfung der österreichischen Mauthöhen bittet. Denn, so Fahrner und Klacska unisono: „Wir brauchen mehr Transparenz im österreichischen Maut­system.“ 

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