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Millionen fürs NAZ Eisenerz

Jubel am Erzberg: Noch heuer erfolgt der Spatenstich für den Neubau des Internats im Nordischen Ausbildungszentrum.

Das NAZ wird ausgebaut: Die Basis für weitere rot-weiß-rote Erfolge im nordischen Skisport in Eisenerz wird modernisiert.
© NAZ Das NAZ wird ausgebaut: Die Basis für weitere rot-weiß-rote Erfolge im nordischen Skisport in Eisenerz wird modernisiert.

Leoben. Im Sommer 2016 hat Christian Schwarz ein Hakerl unter eines seiner Vorhaben gesetzt: Der Geschäftsführer des nordischen Ausbildungszentrums in Eisenerz hatte soeben die nagelneue Sprunglauf-Anlage mit dem klingenden Namen „Erzberg-Arena“ eröffnet, die um acht Millionen Euro modernisiert und teils neu errichtet wurde. Zurückgelehnt hat Schwarz sich deshalb nicht: Nicht einmal zwei Jahre später fließen nämlich neuerlich rund 7,5 Millionen Euro in den nordischen Sport in Eisenerz.

„Bei der Medaillenfeier für unseren Trofaiacher NAZ-Sportler Lukas Klapfer hat Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer öffentlich gemacht, dass das Internat neu gebaut wird“, berichtet Schwarz stolz. In unmittelbarer Nähe zum „Jufa“-Gästehaus entstehen dabei nicht nur rund 60 Internatsplätze, sondern auch noch eine Kleinsporthalle und eine Kraftkammer – beides fehlte bisher noch. „Mit dem neuen Standort beim Jufa können wir Synergieeffekte nutzen“, erklärt Schwarz. So könne etwa die Küche des Jugend- und Familienhotels das Internat versorgen und das NAZ sich durch die zusätzlich buchbaren Quartiere noch stärker als einer der wichtigsten nordischen Ausbildungsstandorte der Alpen positionieren.

Sportler-Karriere mit Ausbildung und Lehre

Das bisherige Quartier der Sportler, die in Eisenerz nicht nur Skispringen, Langlaufen und Schießen, sondern auch einen Beruf erlernen können, ist nicht mehr zeitgemäß: Die Jahre knabbern am alten Schloss Leopoldstein. Deshalb wird nun beim Jufa-Gelände neu gebaut – ganz in der Nähe der Loipen, Biathlon-Anlagen und Sprungschanzen. 

Auch die Finanzierung ist bereits weit gediehen. So sollen 1,5 Millionen Euro vom Sportministerium kommen, die restlichen sechs Millionen zu je einem Drittel zwischen Land, Jufa-Hotels und der Gemeinde Eisenerz aufgebracht werden. Der Spatenstich ist auf jeden Fall noch für 2018 geplant und könnte sogar noch im zweiten Quartal stattfinden.

Wenn also in Bälde die Bagger in der Eisenerzer Ramsau auffahren, kann Schwarz ein weiteres Großprojekt von seiner To-do-Liste streichen. „Wir schaffen damit die Basis für die kommenden Jahrzehnte und weitere rot-weiß-rote Erfolge im nordischen Skisport“, freut sich Schwarz – es ist also angerichtet für die Nachfolger von Lukas Klapfer, Dominic Landertinger und Daniela Iraschko-Stolz.

Von Klaus Krainer

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