th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Weichenstellung für Millioneninvestitionen in Grazer Straßenbahnnetz

Bis 2023 werden in der Landeshauptstadt 117,4 Millionen Euro in den Ausbau der Schieneninfrastruktur investiert. 43,8 Millionen Euro kommen dafür aus dem Verkehrsbudget des Landes Steiermark.

Millioneninvestition in die Grazer Straßenbahnen.
© Christian Jungwirth Millioneninvestition in die Grazer Straßenbahnen.

Verkehrslandesrat Anton Lang und der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl sprachen einhellig von einem „geschichtsträchtigen Tag“ für den öffentlichen Verkehr in der Landeshauptstadt: Die beiden Politiker setzten dabei ihre Unterschrift unter einen Vertrag, der eine Gesamtförderung des Landes für Grazer Straßenbahnprojekte und Begleitmaßnahmen über insgesamt 43,8 Millionen Euro zum Inhalt hat. Damit werden sechs wichtige Bim-Projekte umgesetzt, darunter die Erschließung der beiden neuen Stadtteile Reininghaus und Smart City sowie die Entflechtung der Innenstadt. 

Lang: „Land überweist in 15 Jahresraten“
Unter großem Medieninteresse betonte Landesrat Lang, ihm sei bei allen Bemühungen in den Regionen immer klar gewesen, dass auch das Land die Infrastruktur des schienengebundenen öffentlichen Verkehrs in Graz unterstützen müsse. Nach Verhandlungen mit der Stadt steuert das Land nun etwa ein Drittel zu einem insgesamt 117,4 Millionen Euro „schweren“ Paket von Neu- und Ausbauten im Straßenbahnnetz sowie eine zusätzliche Sockelförderung für begleitende Radwege und Maßnahmen an Landesstraßen in Reininghaus bei. Die insgesamt 43,8 Millionen Euro werden ab heuer in 15 Jahrestranchen überwiesen, ein entsprechender Vertrag wurde heute vor laufenden Kameras unterzeichnet. Die Beträge kommen aus den jeweiligen Verkehrsbudgets und werden nicht zusätzlich vom Land sonderfinanziert.

Nagl: „Auch Innenstadtentflechtung und zweigleisige Ausbauten“
Bürgermeister Nagl freute sich, dass das Land ein Partner sei, auf den man sich verlassen könne: „Mit diesem Vertrag können wir jetzt so wichtige Projekte wie die Straßenbahnanbindung unserer neuen Stadtteile Reininghaus und Smart City, aber auch die Innenstadtentflechtung und den zweigleisigen Ausbau entlang jener Linien, in denen die Siedlungsentwicklung eine Taktverdichtung notwendig macht, umsetzen!“ Zusätzlich kündigte das Stadtoberhaupt den Baubeschluss für die Bim-Linie nach Reininghaus mit einer Gesamtinvestition von 44,1 Millionen Euro im Gemeinderat am kommenden Donnerstag an. Der Rest auf die fehlenden Gesamtkosten soll nun in einer gemeinsamen politischen Initiative auf Bundesebene eingeworben werden, Gespräche mit dem neuen Infrastrukturminister Norbert Hofer seien laut seinem Parteigenossen Mario Eustacchio bereits im Laufen. Es gebe seitens des Bundes auch ein "klares Bekenntnis" zu Investitionen in den urbanen Räumen, wobei konkrete finanzielle Zusagen aufgrund derzeit noch nicht ausverhandelter Ressortbudgets auf Bundesebene noch fehlten. 

„Konstruktive Zusammenarbeit über Grenzen hinweg“
Eustacchio, in den letzten Jahren in der Stadtregierung für Verkehrsagenden und damit auch für weite Teile der nun vor Umsetzung stehenden Konzepte zuständig, lobte die konstruktive Zusammenarbeit über Körperschafts- und Parteigrenzen hinweg, die diesen Schulterschluss ermöglicht habe. Als Verkehrsreferent sei er an der Konzipierung jener Projekte beteiligt gewesen, an deren Umsetzung er jetzt als Wohnbaureferent seine Freude habe: „Die Neuankommenden in Reininghaus und Smart City bekommen gleich die leistungsfähige Straßenbahn vor die Haustür!“ 


 Die geförderten Projekte im Einzelnen: 

  • Stadtteilentwicklung Reininghaus: Insgesamt rund 44,1 Millionen Euro für die Straßenbahnanbindung von der Eggenberger Straße bis zur Wendeschleife im Gelände der ehemaligen Hummelkaserne, Streckenlänge 1,8 Kilometer; Geh- und Radwege entlang der Landesstraßen und Straßenbahntrasse mit insgesamt rund 4 Kilometer Länge, Umsetzung geplant von 2019 bis 2021
  • Straßenbahnanbindung Smart City: Verlängerung von der Asperngasse Richtung Norden über die Waagner-Biro-Straße bis zur Peter-Tunner-Gasse, Länge rund 1,1 Kilometer, Gesamtkosten 22,4 Millionen Euro, Umsetzung geplant von 2020 bis 2021
  • Innenstadtentflechtung: Errichtung einer Straßenbahntrasse vom Jakominiplatz über Neutorgasse, Belgiergasse und Vorbeckgasse zur Annenstraße, Länge rund 1 Kilometer, Kosten 27 Millionen Euro, Umsetzung geplant von 2021 bis 2023
  • Zweigleisiger Ausbau Linie 5: Zwischen Zentralfriedhof und Brauquartier Puntigam zur Taktverdichtung in Richtung des neuen Stadtteilzentrums Puntigam (rund 900 Wohneinheiten) unerlässlich, Kosten 15,3 Millionen Euro, Umsetzung geplant von 2022 bis 2023
  • Zweigleisiger selektiver Ausbau Linie 1 Mariagrün – Mariatrost: Soweit der Aufwand vertretbar ist, zur Taktverdichtung Ausbau zwischen den Haltestellen Kroisbach und Wagnesweg sowie im Haltestellenbereich Teichhof, Kosten 2,3 Millionen Euro, Umsetzung geplant von 2018 bis 2019
  • Zweigleisiger Ausbau Linie 1 Hilmteich – Hilmteichstraße – Mariagrün: Zur Taktverdichtung unerlässlich, Kosten 6,3 Millionen Euro, Umsetzung geplant 2023


Landesbaudirektor Andreas Tropper, Finanzstadtrat Günter Riegler, Mario Eustacchio und Stadtbaudirektor Bertram Werle (v. l.) stärkten Anton Lang (l.) und Siegfried Nagl bei der Vertragsunterzeichnung den Rücken.
© Fischer Landesbaudirektor Andreas Tropper, Finanzstadtrat Günter Riegler, Mario Eustacchio und Stadtbaudirektor Bertram Werle (v. l.) stärkten Anton Lang (l.) und Siegfried Nagl bei der Vertragsunterzeichnung den Rücken.


Das könnte Sie auch interessieren

  • Steiermark
Die heimische Rechtsprechung ist stark von europäischen Regeln geprägt.

So viel EU steckt in unseren Gesetzen

Wieviel bestimmt die EU eigentlich in unserer Gesetzgebung? Der Grazer Uni-Professor Hans-Peter Folz kennt die Antwort. mehr

  • Steiermark
Der neue Immobilienpreisspiegel ist da.

So haben sich die Preise für das Wohnen entwickelt

111.000 Immobilien wechselten im Vorjahr in Österreich ihren Besitzer. In der Steiermark kam man dabei laut neuem Immobilienpreisspiegel vergleichsweise günstig zum Zug – mit großen regionalen Unterschieden. mehr

  • Steiermark
Innovation steht hoch im Kurs – jeder sechste steirische Unternehmer plant, in Digitalisierungsmaßnahmen zu investieren.

Chefs zünden jetzt den Digitalisierungsturbo

Zukunftsfit durch Innovation: Jeder sechste Unternehmer in der Steiermark plant Investitionen in Digitalisierungsmaßnahmen.  mehr