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MFL „rollt“ jetzt durch Spanien und Tschechien

Die Maschinenfabrik Liezen sicherte sich Großaufträge in Spanien und Tschechien – und erobert damit neue Territorien.

Die Maschinenfabrik Liezen sicherte sich Großauträge im Railsektor.
© Birgit Steinberger Die Maschinenfabrik Liezen sicherte sich Großauträge im Railsektor.

Der steirische Maschinenbauer und Stahlgießer MFL startet am Bahnmarkt mit der Adaption eines innovativen Gussverfahrens weiter durch. So konnte nun mit Großaufträgen für Drehgestellteile aus Tschechien und Spanien neues Terrain erobert werden. „Dass wir uns als Hochlohnland gegen Mitbewerber aus Osteuropa durchsetzen konnten, ist eine Sensation“, beschreibt Rene Kreuzbichler, Vertriebsleiter der Gießerei, den Coup in Tschechien. Grund dafür sei der neue Fertigungsansatz, der weitaus weniger Aufwand und Personal erfordere. Ebenso stolz ist man aber auch auf den Erfolg in Spanien, das, so Kreuzbichler, traditionell ein Land der Gießer sei.
Im Rail-Sektor hat sich das Unternehmen mit namhaften Kunden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz längst als Zulieferer etabliert – ein Drittel des Gesamtumsatzes von 110 Millionen Euro erwirtschaftet man bereits in der Bahnindustrie. Die jüngsten Großaufträge bestätigten nun die internationale Konkurrenzfähigkeit, erklärt das Unternehmen.
Dreh- und Angelpunkt ist hier das von der MFL Liezen verwendete Maskenformverfahren nach Croning, das ein konturnaheres Gießen als der herkömmliche Sandguss ermögliche, erklärt Kreuzbichler. Das bedeute eine weniger aufwendige Zerspanung und Nachbereitung der Gussteile.
„Wesentlich für den Erfolg im Bahnsektor war, dass wir dieses Verfahren für kleinere und mittlere Stückzahlen weiterentwickelt haben. Damit können wir Fertigungstechnologien, die zuvor in der Automobilindustrie angefragt wurden, auch zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen am internationalen Bahnsektor anbieten.“

Das Unternehmen:

MFL bietet die komplette Wertschöpfungskette für alle Anwendungen des Maschinen-, Fahrzeug- & Anlagenbaus – vom Gussteil oder Zuschnitt über das Schweißen bis hin zur mechanischen Bearbeitung und Montage – an. Die zentrale Fertigung befindet sich am 220.000 Quadratmeter großen Areal in Liezen mit 1.000 Mitarbeitern. Der Exportanteil beträgt 65 Prozent.

Alle Infos zum Unternehmen: www.mfl.at

Von Veronika Pranger

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