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Wie Mentoren Türen in das Berufsleben öffnen

Menschen ausländischer Herkunft tun sich schwerer, am Jobmarkt Fuß zu fassen. Daher unterstützen Mentoren aus der Wirtschaft Migranten beim Einstieg ins Berufsleben. Im Herbst startet die achte Auflage des Programms.

Angesichts der Flüchtlingsströme der letzten Monate ist das Thema Migration und Integration aktueller denn je. Insbesondere den Jobmarkt stellt das vor große Herausforderungen: Denn Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft sind häufiger von Erwerbslosigkeit betroffen, weiß AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe: "Die Arbeitslosenquote beträgt in der Steiermark im Schnitt 6,8 Prozent, bei Menschen mit ausländischer Herkunft ist sie mit 12,1 Prozent deutlich höher." Genau hier sei anzusetzen, sagt Edwin Schäffer vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), denn Deutschkenntnisse und der Eintritt in den Jobmarkt seien zentrale Faktoren für die Integration.

Mentoring für Migranten

Um diesen Einstieg zu erleichtern, wurde das Projekt "Mentoring für Migranten" vor acht Jahren ins Leben gerufen. Dabei werden Migranten ein halbes Jahr lang von Mentoren - sowohl Mitarbeiter aus Betrieben als auch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft - begleitet. Ob beim Aufbau von Netzwerken, beim Bewerbungsprozess oder beim Überwinden bürokratischer Hürden: die Mentoren stehen ihren Schützlingen mit Rat und Tat zur Seite. Mit Erfolg, wie die jüngste Bilanz zeigt: Exakt 1.521 Mentoringpaare - davon 138 in der Steiermark - haben seit 2008 am Programm von WKO, AMS und ÖIF teilgenommmen. Und stellen dem Programm ein ausgezeichnetes Zeugnis aus, wie die Evaluierung der bisherigen Durchgänge beweist: "Neun von zehn Teilnehmern halten das Programm für wichtig. Und acht von zehn Mentoren sehen darin einen Vorteil für die Auslandsaktivitäten ihrer Unternehmen", erläutert WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Qualifizierte Migranten seien ein wichtiges Arbeitskräftepotenzial für die heimische Wirtschaft: "Sie sind oft nicht nur bestens ausgebildet, sondern fördern auch die Internationalisierung der Wirtschaft".

Fehlende Netzwerke und mangelnde Berufserfahrung 

Als größte Herausforderung wurden übrigens fehlende Netzwerke und mangelnde Berufserfahrung genannt. "Mit dem Programm wird die Arbeitssuche zwar nicht ersetzt, aber entscheidend unterstützt", so Snobe. So haben 26 Prozent der Teilnehmer bei den letzten drei Mentoring-Programmen in der Steiermark ein Dienstverhältnis begonnen, sieben Prozent haben eine Firma gegründet. Im Herbst geht das Mentoring-Projekt in die Verlängerung, die achte Auflage des Formats startet.


Mehr Infos finden Sie hier.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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