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"Bachelor" und "Meister" auf einem Level

Mit der Aufwertung der Meisterqualifikation auf Stufe 6 des „Nationalen Qualifikationsrahmens“ zieht der Meister formal mit dem Bachelor gleich. Damit wird eine jahrelange Forderung der Wirtschaft umgesetzt.

Mit der Zuordnung der Meisterprüfung  auf Stufe 6 des NQR steht diese auf dem selben formalen Niveau wie der Bachelor.
© Sergey Nivens - Fotolia Mit der Zuordnung der Meisterprüfung auf Stufe 6 des NQR steht diese auf dem selben formalen Niveau wie der "Bachelor".

Jetzt ist es offiziell: Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck bestätigte diese Woche die Einstufung der Meisterprüfung auf Level 6 des „Nationalen Qualifikationsrahmen“ (NQR). Damit befinden sich „Meister“ und „Bachelor“ formell ab sofort auf demselben Level. Und auf die mediale Ankündigung folgte auch gleich die Umsetzung im Qualifikatonsregister – damit ist die Neuerung auch ab sofort umzusetzen.

Seitdem laufen auch bei Gottfried Krainer, dem Leiter der Lehrlings- und Meisterprüfungsstelle in der WKO Steiermark, die Telefone heiß: „Wer künftig alle fünf Module der Meisterprüfung nachweist, dessen Ausbildung wird als gleichwertig mit dem Bachelor angesehen“, erklärt er. Wobei gleichwertig nicht gleichartig bedeute, setzt er nach: „Aber die Vergleichbarkeit der Qualifikation wird sichtbar“ – nicht zuletzt durch einen entsprechenden NQR-Hinweis im Meisterprüfungszeugnis.

„Damit ist die Qualität unserer Berufsausbildung endlich der schulischen Ausbildung gleichgestellt. Eine jahrelange Forderung ist damit umgesetzt“, freuen sich WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und der Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, Hermann Talowski über den großen Erfolg.
Hinter dem sperrigen Begriff NQR verbirgt sich eine bildungspolitische Revolution, die sämtliche Bildungsabschlüsse und Qualifikationen vergleichbar machen soll. In Summe sind es acht Bildungsniveaus, die national und international für Vergleichbarkeit und Transparenz sorgen sollen (siehe Beitrag unten). Gerade für die Wirtschaft ist das enorm wichtig, weil bei Ausschreibungen der Nachweis gewisser Qualifikationsniveaus gefordert wird.

„Wir haben lange dafür gekämpft, dass die Berufsausbildung in Österreich jenen Stellenwert in der Öffentlichkeit bekommt, der ihr zusteht“, so Herk und Talowski: „Wir werden international für seine duale Ausbildung und die Meisterausbildung beneidet, was sich bei den großen Erfolgen bei internationalen Berufsmeisterschaften zu Buche schlägt.“ Umso wichtiger sei die offizielle Anerkenung des Fachwissen jener, die sich für eine Berufsausbildung entschieden haben.

Meilenstein für die Berufsausbildung

Mit dem Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) werden alle Bildungsabschlüsse einer achtstufigen Skala zugeführt.

Bildungsabschlüsse und Qualifikationen besser vergleichbar machen – das ist das erklärte Ziel des Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR). Insbesondere für den Export ist das von entscheidender Bedeutung, da bei vielen Ausschreibungen Bildungsniveaus der Mitarbeiter nachgewiesen werden müssen.

Eine umfangreiche achtstufige Skala soll jetzt Abhilfe schaffen, um die österreichische Qualifikationslandschaft in ihrer Gesamtheit noch besser abbilden zu können. Denn Abschlüsse der höheren Berufsbildung wie Meister oder Befähigungsprüfungen sowie der Abschluss von WIFI-Fachakademien wurden bisher nicht adäquat abgebildet. „Es geht hier um die Sichtbarkeit und Wertschätzung in der öffentlichen Wahrnehmung“, erklärt Gottfried Krainer, Leiter der Lehrlingsstelle in der WKO Steiermark.

Dass die „Meisterqualifikation“ nun auf Stufe 6 auf demselben Level wie der „Bachelor“ eingestuft ist, gilt als Meilenstein für die Berufsausbildung. Ein klares Bekenntnis zur dualen Ausbildung wurde aber bereits mit der Einreihung der Lehrabschlussprüfung auf Stufe 4 abgelegt – das soll künftig dem Niveau der AHS-Matura entsprechen.


Von Karin Sattler

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