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"Meine Kunden sichern auch die Ausbildung meines Lehrlings"

Schneidermeisterin Alexandra Pürcher musste in ihrem Betrieb "Grimming Gwand" seit der Wiedereröffnung große Umsatzeinbußen hinnehmen. Jetzt hofft sie, dass die Sommerfrische auch die Lust der Kunden auf die Tracht neu ankurbeln wird.

Alexandra Pürcher
© Grimming Gwand Alexandra Pürcher betreibt die Maßschneiderei "Grimming Gwand" in Bad Mitterndorf.

Seit zehn Jahren betreibt Alexandra Pürcher die Maßschneiderei "Grimming Gwand" in Bad Mitterndorf – unweit der "Trachtenhauptstadt" Bad Aussee. Ob Dirndl, Trachtenrock, Lederhose oder Accessoires: Das hochwertige Sortiment im Geschäft lässt nicht nur das Herz von Trachtenfans höher schlagen. Pürcher hat sich mit ihrer Maßschneiderei in der Region einen Namen gemacht. Doch jetzt stellt die Corona-Krise die Unternehmerin vor große Herausforderungen: "Erstkommunionen, Taufen, Hochzeiten, Zeltfeste, alles wurde abgesagt. Die Leute kleiden sich kaum ein." Das schlägt sich leider auch in den Zahlen nieder: Die Wiedereröffnung im April habe leider nicht die erhofften Umsätze gebracht. Unterm Strich musste die Schneidermeisterin Einbußen von 60 Prozent hinnehmen.

Auch mit ihrem Online-Shop konnte die Unternehmerin die Einbrüche beim Umsatz nicht kompensieren. "Dass man nicht gleich anprobieren kann, ist für meine Kunden schon ein großes Manko", gesteht sie ein. Allerdings: Gerade in der derzeitigen Situation kann ein Online-Shop auch große Vorteile bieten, schließlich ist beim virtuellen Shopping im Trachtengeschäft maximale Sicherheit gewährleistet.

Trend zur Tracht

Sorgen bereitet der Unternehmerin, dass viele Kunden nicht bereit seien, für Tracht auch entsprechend in die Tasche zu greifen. "Wir leben in einer Freizeitgesellschaft. Für die neueste Sportausrüstung wird kräftig investiert, doch bei den Ausgaben für Trachten sind die Kunden viel zurückhaltender", beobachtet Pürcher immer wieder. Stars wie Andreas Gabalier hätten mit ihrer Musik zwar einen Trend zur Tracht – auch bei jüngerem Publikum – ausgelöst, doch dieses greift vielfach zu günstiger Diskontware statt zu hochwertiger Ware mit Maßanfertigung.

Die Schneiderin, die auch einen Lehrling ausbildet, hofft jetzt, dass mit der Rückkehr der Sommerfrische auch der Gusto auf Tracht neu entfacht wird und sich die Gäste ein neues Dirndl oder eine neue Lederhose gönnen. "Meine Kunden sichern mit ihrem Einkauf auch die Ausbildung meines Lehrlings", sagt sie. Der Obersteirerin ist es ein Herzensanliegen, ihr Know-How an den Berufsnachwuchs weiterzugeben. Immer wieder hat sie in der Vergangenheit jungen Menschen eine Lehrausbildung in ihrem Betrieb ermöglicht. "Ich kann stundenlang an meiner Nähmaschine sitzen. Und diese Leidenschaft für die Schneiderei möchte ich gerne weitergeben." Auch in diesem Sinne hofft sie, dass ihr die Kunden auch jetzt in dieser herausfordernden Zeit die Treue halten.

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