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Mehr Investitionen geplant, mehr Sicherheit gefordert

Industriebetriebe wollen 2017 deutlich mehr als zuletzt investieren, doch dazu fordert man von der Politik Planungssicherheit ein.

voestalpine-werk
© Die Industrie Industrieunternehmen planen große Invests – sie brauchen dafür aber Standortgarantien
Zum ASMET-(Austrian Society for Metallurgy und Materials)-Forum an der Montanuni Leoben trafen sich kürzlich über 300 Führungskräfte, um sich auszutauschen und über Großinvestitionsprojekte zu sprechen. Und für Letzteres stehen die Zeichen am Konjunkturhimmel so gut wie schon lange nicht mehr. „Im Vorjahr investierten die heimischen Industriebetriebe 2,68 Milliarden Euro, mit Ausblick aufs nächste halbe Jahr zeigen die steirischen Betriebe starke Signale, dass noch deutlich mehr Geld in die Hand genommen werden wird“, erklärt IV-Präsident Georg Knill.

Gemeinsam mit voestalpine-Vorstand und ASMET-Präsident Franz Rotter unterstrich der IV-Präsident im Zuge des Forums auch, was es heißt, wenn Unternehmen sich dazu entschließen, Geld in die Hand zu nehmen: „Der Wohlstand, den wir heute genießen, resultiert aus dem Glauben an den Standort der Generationen vor uns.“
Wenn also investiert werde, dann werden Betriebe das in Hinblick auf kommende Jahrzehnte tun, betont Knill. Doch um Jobs zu sichern und die Steiermark durch Investitionen weiterhin am Weltmarkt wettbewerbsfähig zu halten, braucht es planbare Rahmenbedingungen. Rotter fordert die Politik auf, Lippenbekenntnissen auch Taten folgen zu lassen: „Das Vertrauen in die Planbarkeit sicherer Bedingungen sind die Grundlage, um große Projekte zu realisieren.“ Doch das werde den Akteuren hierzulande nicht leicht gemacht, so Rotter. Von zu hoher Steuer- und Abgabenlast über klima- und energiepolitische Probleme bis hin zu dringend nötigen „enormen Investitionen in die Ausbildung“ gerade in Bezug auf Digitalisierung und Fachkräftemangel reicht die Liste, die Rotter und Knill an die politisch Verantwortlichen adressieren.
Dass die Steiermark aber durchaus das Potenzial eines planungssicheren Standorts hat, zeigt die voestalpine selbst: Für Hightech-Projekte im Wachstumsfeld Luftahrt wurden alleine bei Böhler in Kapfenberg Invests im Umfang von 86 Millionen Euro genehmigt.

Von Veronika Pranger

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