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Mehr Geld für heimische Busfahrer

Beim „Dachl-Treffen“ in Österreich standen heuer Ruhezeitenregelungen und der (Lehr-)Beruf des Busfahrers im Fokus.

Zwei Busse und wartende Fahrgäste
© Bilderbox.com Die Branche boomt, immer mehr Urlauber gehen in Bussen auf große Fahrt. Auch im Linien­verkehr sind die Zuwächse ­deutlich.

Alle Jahre wieder treffen sich die Spitzenvertreter der Busunternehmer aus Österreich, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz, um ihren Schulterschluss zu intensivieren und Forderungspakete für die EU zu schnüren. Das heurige „Dachl“-Meeting im August in St. Wolfgang stand auch im Zeichen des Fahrernachwuchses und der Lenk-, Einsatz- und Ruhezeiten für Busfahrer, die nach wie vor an jene von Lkw-Lenkern gekoppelt sind. „Ein ganz und gar untragbarer Zustand“, kritisiert Martin Horvath, Chef von Komet Reisen und Obmann der Berufsgruppe Bus in der WKÖ: „Fahrer von Lkw müssen sich mit ganz anderen Rahmenbedingungen auseinandersetzen, als Lenker von Linien- oder Reisebussen. Wir fordern mit Nachdruck eine Entflechtung.“

Fahrernachwuchs

Ein weiteres Thema, das vor allem Österreich stark berührt, war der Fahrernachwuchs, der in einer boomenden Branche als Zünglein an der Waage für den Erfolg gilt. Was viele nicht wissen: In allen vier Ländern – so auch in Österreich – gibt es den Lehrberuf Busfahrer. Anders als zum Beispiel in Deutschland dürfen die Absolventen mit 18 Jahren allerdings noch keinen Bus lenken, sondern höchstens einen „Acht-Sitzer“ chauffieren. Erst mit 21 Jahren können sie im Cockpit eines modernen Reise-oder Linienbusses Platz nehmen.

Horvath ortet hier dringenden Handlungsbedarf: „Dieses Gesetz gehört rasch gekippt, weil uns sonst die Jungen davonlaufen. Der gut ausgebildete Nachwuchs hat keine Lust, drei Jahre auf den Einsatz zu warten, und wandert nicht selten in andere Berufe ab“. Und das, obwohl der Beruf eines Busfahrers an Attraktivität gewinnt, wofür schon die „Luxusschlitten“ auf den Straßen sorgen. Ab 1. Oktober kann Horvath mit einer Neuigkeit aufwarten: „Wir streichen ab diesem Stichtag alle Zulagen und erhöhen den Bruttolohn um einen weitaus höheren Betrag. Das wird sich im Geldbörsel, aber auch in der Pension bemerkbar machen.“

Über 1.300 rot-weiß-rote Busunternehmer betreiben eine Flotte von mehr als 9.000 Bussen, die jährlich über eine Million Gäste befördert sowie im öffentlichen Personennah- und Regionalverkehr auf der Straße mehr als die Hälfte aller 1,1 Milliarden Beförderungsfälle garantiert. Die Unternehmen investieren jährlich rund 225 Millionen Euro in ihre Fuhrparks. Der Bus ist mit 15g CO₂ pro Passagier und Kilometer das mit Abstand sauberste Straßenverkehrsmittel.

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