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Mehr Frauenpower für das Giebelkreuz

Bei Raiffeisen Steiermark sollen künftig deutlich mehr Frauen in den Gremien strategische Entscheidungen treffen.

Frauenpower: Doris Grantner-Planitzer (li.) und Michaela Stock setzen sich für mehr Funktionärinnen bei Raiffeisen Steiermark ein.
© Foto Fischer Frauenpower: Doris Grantner-Planitzer (li.) und Michaela Stock setzen sich für mehr Funktionärinnen bei Raiffeisen Steiermark ein.

750 Funktionäre in 66 Gremien zählt die vielgliedrige Struktur von Raiffeisen Steiermark. Die meisten davon finden sich in den Aufsichtsräten der zahlreichen Primärbanken. Nur 91 (zwölf Prozent) davon sind aktuell Frauen. Das soll sich dringend ändern und deshalb wurde bereits 2014 bei Raiffeisen ein Funktionärinnenbeirat geschaffen. Mit dabei sind die Wirtschaftsprofessorin Michaela Stock – Obfrau der Raiffeisenbank Graz-St. Peter – und die Unternehmerin Doris Grantner-Planitzer – Obmann-Stellvertreterin in der Raiffeisenbank Aichfeld. Wir haben sie getroffen. 

„Unsere Gremien sollen ja die Struktur unserer Genossenschafter widerspiegeln“, erklärt Michae-
la Stock, „das können wir aber nur mit vielen kleinen Schritten erreichen.“ Seit der Schaffung des Beirates konnte der Anteil der Funktionärinnen bereits um 3,5 Prozent gesteigert werden. „Bis 2025 sollen es aber 24 Prozent werden, also doppelt so viele wie heute. Deshalb suchen wir weitere Kandidatinnen“, so Grantner-Planitzer. 

Viel Überzeugungsarbeit in den Banken nötig

Die beiden Vorreiterinnen haben sich dabei eine schwere Aufgabe gestellt, denn mit der Zusammenlegung zahlreicher Primärbanken sinkt auch die Gesamtzahl der Funktionäre. „Hier müssen wir viel Überzeugungsarbeit leisten, denn wer gibt schon gerne seinen Sitz her. Funktionen sind aber keine Erbhöfe“, weiß Stark. Mit der natürlichen Fluktuation in den Gremien könne man das ambitionierte Ziel aber kaum erreichen. Grabenkämpfe scheinen daher vorprogrammiert. „Die Fusion von Banken ist also genauso eine Chance wie eine Schwierigkeit“, ist die Wissenschafterin überzeugt. „Vieles hängt auch von der Kultur in den jeweiligen Primärbanken ab“, weiß Grantner-Planitzer. Wenn jedoch einmal Frauen am Funktionärstisch Platz genommen haben, dann ist das Eis schnell gebrochen, weiß die Unternehmerin, die zwölf Abholmärkte in der Fleischbranche betreibt, aus Erfahrung: „In meiner Bank im Aichfeld ist bereits ein Drittel der Funktionäre weiblich. Die Herausforderung ist aber, entsprechend qualifizierte Frauen zu finden.“ Deshalb sei ein besonderer Fokus des Funktionärinnen-Beirates die Ausbildung, auch angesichts der von der FMA geforderten „Fit and Proper“-Prüfung für Funktionäre. „Eigene Kurse für Frauen haben wir aber nicht eingeführt. Die Ausbildung ist genau die gleiche wie für männliche Funktionäre“, stellt Stark fest.

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