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„Laseraugen“ für autonome Fahrzeuge

Im Grazer Entwicklungszentrum von Infineon wird (teil-)autonomen Autos mehr „Sehschärfe“ mittels Laser verliehen.

Stefan Rohringer: „Autonomes Fahren und E-Mobility stehen und fallen mit der Halbleitertechnologie. Infineon Graz hat hier 20 Jahre Erfahrung. Unser Ziel ist es, Lidar zu einer preisgünstigen Option für jeden Neuwagen weltweit zu machen.“
© Infineon Stefan Rohringer: „Autonomes Fahren und E-Mobility stehen und fallen mit der Halbleitertechnologie. Infineon Graz hat hier 20 Jahre Erfahrung. Unser Ziel ist es, Lidar zu einer preisgünstigen Option für jeden Neuwagen weltweit zu machen.“
Wenn Sie heute ein modernes Auto fahren, dann helfen Ihnen bereits zahlreiche intelligente „Helferlein“, etwa Kameras, Radarsysteme für die Abstandswarnung oder die  „Piep-Piep“-Ultraschallsensoren, die das Einparken erleichtern. „Die Sinne des Fahrers werden von einem ganzen Kokon an Sensoren unterschiedlichster Technologien unterstützt“, erklärt Stefan Rohringer, Leiter des Infineon-Entwicklungszentrums in Graz. Doch weil jedes System neben seinen Vorteilen auch Schwächen habe, komme es auf die intelligente Zusammenführung der Sensoren an: „Insbesondere dann, wenn es darum geht, einen höheren Grad an Automatisierung zu erreichen,  muss auch die Sensorik im Auto entsprechend erweitert werden.“  
Die Grazer Infineon-Entwickler verpassen zur Komplettierung der Umwelterfassung deshalb Fahrzeugen „Hightech-Laser-Augen“. Diese „Sinnesschärfung“ mittels Laserstrahlen könne, im Gegensatz zu Radar, den Abstand zu Objekten speziell im Fernbereich hochpräzise darstellen, so Rohringer.

„Lidar“ (Light Detection and Ranging) nennt sich das dazu verwendete System. Wobei dieses eigentlich schon lange im Einsatz ist – man denke nur an die Google-Autos mit dem „Guglhupf“ am Dach, die mittels Lidar Städte rund um den Globus vermessen haben.
„Das international gesehen so Besondere an unserem Ansatz ist aber, dass wir einen gänzlich neuen technischen Weg gehen, indem wir auf miniaturisierte Halbleiter setzen. Damit wird die Technik viel kleiner und wesentlich preiswerter“, erzählt Rohringer. Die Infineon-Experten richten die Laserstrahlen in ihrer Lidar-Version also nicht mehr wie bislang mittels drehender mechanischer Spiegel aus, sondern über ein Mikro-Elektro-Mechanisches-System (MEMS). „Ein Stück Silizium stellt den Spiegel dar, der den Laserstrahl reflektiert“, vereinfacht Rohringer die Grazer Ingenieursleistung und betont, dass dieses neue „sehr kleine und sehr schnelle“ Lidar-System auf MEMS-Basis schon in den nächsten Jahren in der breiten Masse der Autos im Bereich des teilautonomen Fahrens zum Einsatz kommen werde.
Das sei aber nur der erste Schritt, so Rohringer: „Für das selbstfahrende Fahrzeug ist Lidar eine der wesentlichen Schlüsseltechnologien. Unser Ziel ist es, die Benchmark bei automotiven Lidar-Anwendungen zu setzen.“

Quergefragt:

Wie weit sind Sie bereits mit Ihrer Entwicklung?
Aktuell laufen Laborerprobungen mit unseren Kunden.

Was ist geplant?
Bei Infineon Villach laufen bereits die Vorbereitungen für die Fertigung dieser Halbleiter.

Was ist genau das hier das Erfolgsgeheimis?
Wir greifen auf 20 Jahre Erfahrung im Bereich Mobility zurück. Vor allem unsere Kompetenz bei Reifendrucksensoren ist ein großer Vorteil auch bei der Lidar-Entwicklung.

Alle Infos zum Unternehmen auf: www.infineon.com/austria

Von Veronika Pranger

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