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"Jeder Kunde entscheidet selbst, ob sein Zuhause auch lebenswert bleibt"

Stefan Thaller leitet den gleichnamigen Feldbacher Familienbetrieb in sechster Generation. Er appelliert an alle Konsumenten, jetzt vor Ort Unternehmen mit bewussten Kaufentscheidungen zu unterstützen – und damit die Lebensqualität für sich selbst und die Region zu sichern.

Gruppenbild der Mitarbeit im Thallercenter
© Günther Linshalm Stefan Thaller freut sich mit seinen Mitarbeitern über das Wiederhochfahren des Handels.

Das Unternehmen Thaller in Feldbach kann auf eine mehr als 200 Jahre lange Geschichte zurückblicken. „Begonnen hat alles hier am Hauptplatz, als im Jahr 1818 das Geschäft mit ,Spezereywaren‘ und die angeschlossene Gastwirtschaft die Feldbacher Bürger mit allem Nötigen fürs tägliche Leben versorgt hat“, erzählt Stefan Thaller. Er führt den Familienbetrieb in sechster Generation. Und das verpflichte, betont er – umso mehr in Krisenzeiten wie diesen. „Dieser Betrieb hat in seiner Historie Weltkriege, Rezessionen, Seuchen, Nöte und Wiederaufbauten erlebt. Das aber bedeutet nicht, dass man deshalb besser auf derartige Ausnahmesituationen vorbereitet ist“, betont Thaller. Denn jede Krise stelle ihre eigenen Herausforderungen.  „Es kommt immer darauf an, wie man sich diesen stellt und wie viel Kraft man aufbringen kann, trotzdem weiter zu machen.“ 

Lieferdienst und Onlineshop

Corona habe auch im Felbacher Thallercenter – das auf rund 5.500 Quadratmetern Verkaufsfläche Platz für vier Shops und eine Einkaufspassage mit Cafe bietet – für massive Einschnitte gesorgt, erklärt der Geschäftsführer: „In den letzten sieben Jahrzehnten war – mit Ausnahme der Feiertage und der Wochenenden – unser Haus noch nie auch nur einen Tag geschlossen. Dann kam der 16. März – und von heute auf morgen mussten wir die Türen größtenteils dichtmachen.“ Doch gemeinsam mit seinem Team krempelte Thaller schnell die Ärmel hoch und erweiterte den bereits vorhandenen Zustelldienst des Werkzeug- und Gartenmarktes sowie des im Center beheimateten Unimarkts. „Der Lieferservice wie auch der Onlineshop im ,Let´s doit - Werkzeugmarkt‘ waren wichtig, um zumindest einen kleinen Teil der Umsatzverluste durch den Shutdown abzufedern“, erzählt er – und auch, dass man durch diesen Digitalisierungsschub im E-Commercebereich viel weiteres Potenzial erkannt habe, das es in Folge nun auch zu nutzen gelte.

Einkaufsentscheidung ist standortrelevant

Dennoch könne kein Online-Shop die Kunden im stationären Geschäft und damit die Frequenz in der Innenstadt ersetzen, so Thaller: „Die letzten Wochen waren für die meisten Händler im Land dramatisch. Insbesondere im Modebereich waren die Einbrüche in vielen Fällen existenzgefährdend.“ Deshalb brauche es jetzt mehr denn je Kunden, die bewusste Einkaufsentscheidungen treffen: „Jeder einzelne von uns bestimmt mit seinem Kaufverhalten, ob ein Händler, ob ein Betrieb, ob eine Gaststätte auch weiterhin bestehen kann.“ Und damit trage jeder auch maßgeblich dazu bei, nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch insgesamt die Lebensqualität in seiner Region zu erhalten, ist Thaller überzeugt: „Jeder entscheidet mit seinem Einkauf selbst, ob sein Zuhause auch weiterhin lebenswert bleibt.“


Stefan Thaller
© Günther Linshalm


Stefan Thaller: „Jeder einzelne von uns bestimmt mit seinem Kaufverhalten, ob ein Händler, ob ein Betrieb, ob eine Gaststätte auch weiterhin bestehen kann.“

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