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Wie künstliche Intelligenz neuen Mehrwert schafft

Wie man mittels digitaler Vernetzung und künstlicher Intelligenz neue Wertschöpfung in Unternehmen schafft, weiß Technologie-Experte Marcus Kottinger.

Daten sind der Rohstoff der Zukunft – und die Unternehmen haben im Zuge der Digitalisierung reichlich davon. Man muss diese nur neu und intelligent nutzen.
© Ipopba - stock.adobe.com Daten sind der Rohstoff der Zukunft – und die Unternehmen haben im Zuge der Digitalisierung reichlich davon. Man muss diese nur neu und intelligent nutzen.
„Künstliche Intelligenz (KI) als großes Wertschöpfungspotenzial für die steirische Industrie“: Unter diesem Motto referierte KI-Experte Marcus Kottinger kürzlich im Styria-Skyroom, und machte gleich zu Beginn deutlich, dass diese Thematik quer durch alle Branchen deutlichen Mehrwert schaffen kann: „Die Digitalisierung und die Verknüpfung der daraus gewonnenen Daten mit künstlicher Intelligenz betrifft alle Betriebe. Und das gleich dreifach“, so Kottinger. „Erstens in der Effizienzsteigerung, wobei das der kleinste Teil bezogen auf neue Wertschöpfungen ist. Wirklich Geld macht man ab der zweiten und dritten Stufe: Nämlich dann, wenn man Kunden unter dem Motto ‚Machine as a service‘ neu adressieren kann bzw. Geschäftsbereiche vollständig transformiert.“

Wie man sich das konkret vorstellen kann, verdeutlichte Kottinger etwa am Beispiel von Anlagenbauern, die ihre Produkte nicht mehr einmalig verkaufen, sondern dem Kunden „verleihen“. „Das Risiko wird transferiert. Ich als Betreiber sage dem Kunden, wie er mit meiner Maschine umzugehen hat.“ Dafür benötigt man Daten der Handhabung, die intelligent ausgewertet werden. „Der Hersteller gewinnt neue Möglichkeiten. So kann die Maschine im Voraus mitteilen, wann Teile zu ersetzen sind. Diese Information erleichtert dem Anwender die Planung seiner Produktion – und dieses neue Service wird natürlich extra bezahlt.“
Ähnliches werde bereits bei Weißwaren im Haushalt gemacht. „Die Geräte sind in Smart Homes vernetzt. Sie geben Bescheid, wenn  sie Probleme bemerken.“ Der Händler schicke den Kundendienst also los, noch bevor der Konsument vor Schwierigkeiten stehe. Und auch für Versicherungen sei das dank neuer Techniken gewonnene Wissen – wie Produkte wirklich benutzt bzw. gewartet werden – natürlich von großem Interesse.

Zahlen für eigene Daten

Dass Kunden bereit sind, für die Bereitstellung ihrer eigenen Daten zu zahlen, klinge nur im ersten Moment befremdlich, betonte Kottinger: „Wir alle tun es längst im Mobilbereich.“ Bei Head etwa setze man auf dieses Pferd. „Hier wird der Kernbereich Tennisschlägerverkauf neu definiert – indem man die Rackets vernetzt. Der Tennisschläger ,weiß‘, wann und wie der Spieler mit ihm agiert. Mit diesem Wissen kann der Hersteller neue Produkte und Leistungen gezielt anbieten. Dieses Service wird dann als Zusatzleistung verkauft.“ 
Und die neuen technischen Möglichkeiten könnten auch genutzt werden, um langjähriges Mitarbeiter-Know-how zu „konservieren“, erklärte Kottinger: „Digitale Arbeitsprozessbeschreibung ist ja längst usus. Das Wissen, wie erfahrene Mitarbeiter aber in der Praxis mit den Anlagen hantieren, wurde bislang aber nicht in Digitalisierungsprozesse eingepflegt.“ LafargeHolcim habe vorgezeigt, wie es geht, und damit alleine die Anlernzeit bei neuen Beschäftigten um die Hälfte verkürzt.
„Mit Blick auf den Fachkräftemangel ist das nicht unerheblich“, so Kottinger. Was die Gäste der Diskussionsrunde, darunter u. a. Industrieobmann Max Oberhumer, WKO-Vizepräsident Benedikt Bittmann und WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, Knill-Energy-Holding-CEO Christian Knill, Marienhütte-Chef Markus Ritter sowie Imerys-Talc-Geschäftsführer Franz Friesenbichler, ebenso unterstrichen.

Von Veronika Pranger

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