th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Künstliche Intelligenz für riesige Bilddaten

Das Grazer Start-up KML Vision präsentiert eine Plattform mit künstlicher Intelligenz, die mikroskopische Bilder selbständig unter die Lupe nimmt.

Die beiden KML-Vision-Gründer Philipp Kainz und Michael Mayrhofer (v.l.)
© GKartworks Die beiden KML-Vision-Gründer Philipp Kainz und Michael Mayrhofer (v.l.)

Stellen Sie sich vor, sie müssten auf einer Fläche von mehreren Fußballfeldern mit bloßem Auge eine Stecknadel finden. Klingt unmöglich, ist für eine Vielzahl von Labormitarbeitern aber täglicher Job. Nämlich dann, wenn mikroskopische Bilder – etwa von Gewebescans – auf kleinste Anomalien untersucht werden müssen. „Winzigklein kann also auch riesig groß sein“, erklärt der Grazer Jungunternehmer Philipp Kainz. „Auf Bildern mit 50.000 mal 100.000 Pixeln eine einzige Stelle herauszusuchen ist eine Wahnsinnsaufgabe. Tausende Bilder werden aber so täglich in den Labors hierzulande durchgesehen. Klar, dass man irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann“, betont Kainz.
Und er weiß, wovon er spricht, schließlich haben er und sein Gründungspartner Michael Mayrhofer selbst an der Med Uni Graz in der digitalen Pathologie gearbeitet. Der promovierte Medizinwissenschafter hat gemeinsam mit dem technischen Physiker Mayrhofer deshalb nach einer Vereinfachung dieser mühsamen Arbeit gesucht – und diese nun mit KML Vision präsentiert.

Automatische Analyse

„Wir haben eine Cloud-Plattform zur automatischen Bildanalyse entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet.“ Deep Learning sei der Kern ihrer Technologie, die es erlaubt, die kräfteraubende Durchsicht riesiger Bilddatenmengen durch schnelle und reproduzierbare Verfahren zu ersetzen. Will heißen: Unternehmen, die große Mengen an biologischen Proben mittels Mikroskop-Bildern analysieren müssen, erhalten durch diese Online-Plattform von KML Vision nun tatkräftige Hilfe vom intelligenten System.
„Das Programm wird zuerst – gemeinsam mit dem Kunden – mit qualitativen Bildern gespeist. Danach erkennt die künstliche Intelligenz selbständig, wonach sie suchen muss, und kann unzählige Bildmengen in kürzester Zeit bearbeiten“, vereinfacht der Gründer die technische Meisterleistung dahinter. Es gäbe in diesem Bereich bislang nur ähnliche, aber immer fachspezifische Systeme – etwa für die pathologische Auswertung, berichtet Kainz. „Wir bieten hier jedoch eine Dienstleistung für viele weitere Felder, vornehmlich im Life-Sience-Bereich und für industrielle Forschungseinrichtungen, an.“ Der Clou sei die Cloud-Plattform, wo Kunden aller „Branchen“ ihre Bilder einfach hochladen und bereits vorinstallierte Analysetools – etwa „Zähle alle Bakterien im Bild“ – direkt nutzen können, so Kainz. „Gemeinsam mit Partner­unternehmen wird unser System aktuell am Markt getestet, der Roll-out soll noch in diesem Jahr erfolgen.“

Quergefragt:

Wohin geht die Reise?
Unser Ziel ist klar der internationale Markt.
Was tut die Technik?
Das System unterstützt in  der „monotonen Vorarbeit“.  
Wo bleibt der Mensch?
Experten haben so mehr Zeit für die Auswertung.

Infos: www.kmlvision.com

Von Veronika Pranger

Das könnte Sie auch interessieren

Aufwärtstrend: Auch immer mehr Mädchen zieht es in der Stahl Judenburg in die technischen Berufe.

Stahl Judenburg feiert 1.000 Mal Lehre mit Investition

Den bereits 1.000. Lehrling bildet der obersteirische Traditionsbetrieb im heurigen Jahr aus und investiert eine Million Euro. mehr

Gemeinsam mit Airbus und der ESA hat die Scotty Group aus Grambach eine neue Satellitenkommunikationsanlage entwickelt. Dafür wurde das Unternehmen kürzlich mit dem Fast-Forward-Award prämiert.

Beam me up, Steirer-Scotty

Die „Scotty Group“ war bislang Technik-Geheimtipp für Militärs. Jetzt sorgt das Grambacher Unternehmen auch für mehr Sicherheit in der zivilen Luftfahrt. mehr