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Wenn sich berufliche Wege wieder trennen

Fristen, Termine, die Zustellung und Entschädigung: Was bei einer Kündigung arbeitsrechtlich alles zu beachten ist.

Kündigung
© Viacheslav Iakobchuk-stock.adobe.com Aus Beweisgründen wird zu schriftlicher Kündigung geraten.

Allein die Fülle von höchstgerichtlichen Entscheidungen zur Problematik zeigt die Brisanz des Themas: Wenn es um die Kündigung von Dienstverhältnissen geht, ist – für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber – guter Rat gefragt und eine fehlerfreie Abwicklung unverzichtbar. Doch worauf kommt es aus arbeitsrechtlicher Sicht an, wenn sich berufliche Wege wieder trennen? Wir haben dazu Ute Gritsch, Juristin im WKO-Rechtsservice, gefragt. 

Grundsätzlich endet mit einer Kündigung das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. „Eine Kündigung löst im Regelfall nur ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, ein befristetes endet durch Zeitablauf“, erklärt die Expertin. 

Das Gesetz sieht keine bestimmte Kündigungsform vor – es kann also mündlich oder schriftlich gekündigt werden, „außer der Kollektiv- oder Dienstvertrag sieht Abweichendes vor“, setzt Gritsch nach: „Aus Beweisgründen empfiehlt sich allerdings immer eine schriftliche Kündigung mit Empfangsbestätigung.“

Kündigungstermin als letzter Arbeitstag

Wichtig ist auch der sogenannte Kündigungstermin – also der Zeitpunkt, an dem das Arbeitsverhältnis beendet sein soll. „Das ist der letzte Tag des Arbeitsverhältnisses und nicht der Tag, an dem die Kündigung ausgesprochen werden darf“, stellt Gritsch klar. Der Termin bei Angestellten, die selbst kündigen, ist der Monatsletzte. Kündigt der Dienstgeber den Angestellten, ist der Termin das Quartalsende – abweichende Regelungen können auch hier im Kollektiv- bzw. dem jeweiligen Dienstvertrag geregelt sein.

Davon zu unterscheiden ist die Kündigungsfrist: Diese beträgt für Angestellte einen Monat, außer es wurde im Arbeitsvertrag anderweitig vereinbart. „Kündigt hingegen der Arbeitgeber einen Angestellten, muss er – abhängig von der Dauer des Dienstverhältnisses – bestimmte Fristen einhalten: Innerhalb der ersten beiden Dienstjahre beträgt die Kündigungsfrist sechs Wochen, zwischen drittem und fünftem Dienstjahr zwei Monate, ab dem sechsten Dienstjahr drei Monate, ab dem 16. Dienstjahr vier Monate und ab dem 26. Dienstjahr fünf Monate. „Die Kündigungsfrist für Arbeiter ist zumeist im Kollektivvertrag geregelt und beträgt zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen – ebenso abhängig von der Dauer des Dienstverhältnisses“, ergänzt die Juristin.

Kündigung ist erst mit Zustellung gültig

Ganz essentiell ist auch der Umstand, dass die Kündigung erst mit der Zustellung gültig wird. „Für eine schriftliche Kündigung bedeutet das, dass sie erst mit dem Eingang beim Empfänger wirksam wird“, konkretisiert Gritsch. Die Frist beginnt am Tag nach Ausspruch bzw. Zugang der Kündigung zu laufen.

Allerdings gilt: Auch eine frist- oder terminwidrige Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis zum angegebenen Termin. In diesem Fall treten die Beendigungswirkungen mit dem „falschen“ Tag ein, sagt Gritsch: „Der Dienstnehmer hat aber Anspruch auf Kündigungsentschädigung in der Höhe des Entgelts bis zum zeitlich richtigen Auflösungstag.“

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