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Kreativ gegen die Fachkräftemisere

Die Kaindlbauer-Steinbau GmbH aus Graz setzt im Kampf um Fachkräfte und Know-how auf die kostenlose „Demografieberatung“. 

Die Brüder Joachim und Josef Kaindlbauer.
© kk Die Brüder Joachim und Josef Kaindlbauer.

Graz. Der Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Wandels wird immer stärker spürbar – nachzulesen in der allmonatlichen AMS-Statistik. Umso mehr gilt es, neue Wege gegen die Misere zu gehen. So wie das Grazer Steinmetz-Unternehmen Kaindlbauer, das über ein neues Beratungsinstrument sein Know-how sichern und neue Fachkräfte finden will.

„Das ist mittlerweile ein großes Problemfeld in unserer Branche“, berichten die beiden Geschäftsführer Joachim und Josef Kaindlbauer unisono. Darum haben sie sich nun Experten der „Demografieberatung“ (siehe Infobox) ins Haus geholt und wollen damit nicht nur ihr eigenes Unternehmen und die Tätigkeiten darin für Mitarbeiter aller Altersstufen attraktiver gestalten, sondern auch nach außen hin wieder präsenter werden. In verschiedenen Themenfeldern wie ei­ner alter(n) gerechten Arbeitsplatzgestaltung, bei flexiblen Arbeitszeitmodellen oder auch dem optimalen Wissenstransfer von erfahrenen zu jüngeren Mitarbeitern arbeiten die Unternehmer am Problem und erhoffen sich davon, einerseits ihre bestehenden Mitarbeiter besser binden zu können und andererseits als Arbeitgeber auf dem immer stärker umkämpften Markt attraktiver auftreten zu können. „Für ein KMU unserer Größe ist es schwer, sich den Themen allein professionell zu widmen. Über die Demografieberatung können wir diesen Herausforderungen aber die Stirn bieten und ich glaube, dass wir bezogen auf die Wettbewerbsfähigkeit dadurch auch bereits einen Vorteil gegenüber anderen Firmen erzielt haben“, sagt Josef Kaindlbauer, der schon seit 25 Jahren zusammen mit seinem Bruder den Betrieb führt und nach wie vor für sein Handwerk brennt. „Die Langlebigkeit des Materials, das aber nur schwer zu bändigen  ist, fasziniert mich und macht unseren Beruf zu etwas Besonderem.“ 

Übrigens: Die Demografieberatung wird zu 100 Prozent gefördert. Die Kosten für die Beratungsdienstleistungen von Deloitte und ÖSB Consulting werden vom Europäischen Sozialfonds sowie dem Sozialministerium finanziert.

Fakten zur Demografieberatung

Die Demografieberatung widmet sich Themen wie etwa dem Fachkräftemangel und beleuchtet auf Basis der Unternehmensressourcen die Möglichkeiten, mit diesem umzugehen. Die Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz finanziert. Den Unternehmen entstehen keine Kosten. Mehr Informationen:
www.demografieberatung.at

Von Klaus Krainer.

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