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Kräftiges Umsatzplus dank Online-Shop

Die Investition in den Online-Shop hat sich beim Spielzeugmarkt Gungl in Hofstätten buchstäblich bezahlt gemacht: Während der Corona-Krise ist der Umsatz beim oststeirischen Unternehmen in die Höhe geschnellt. Sehr zur Freude von Geschäftsführer Gottfried Gungl, der ein stärkeres Bewusstsein der Konsumenten für regionales Einkaufen ortet.

Geschäftsführer Gottfried Gungl
© Gungl Gottfried Gungl führt den gleichnamigen Spielzeugmarkt in der Oststeiermark höchst erfolgreich.

Beim oststeirischen Spielzeugspezialisten Gungl hat man derzeit alle Hände voll zu tun: Seit dem Ausbruch der Corona-Krise ist das Online-Geschäft des Unternehmens mit Sitz in Hofstätten bei Gleisdorf regelrecht explodiert. "Wir haben sehr intensive Wochen hinter uns. Der große Andrang über den Online-Shop hat alle Erwartungen gesprengt, wir sind an unsere Grenzen gegangen", berichtet Geschäftsführer Gottfried Gungl, der den Betrieb 1998 gegründet hat. Und das schlägt sich auch positiv in den Umsatzzahlen nieder: Gungl konnte den Umsatz in der Corona-Zeit bis Ostern gar verdreifachen, seit der Wiedereröffnung des Geschäfts am 14. April verdoppeln. "Nicht einmal mit dem Weihnachtsgeschäft war dieser Ansturm zu vergleichen", sagt er. 

"Unsere Mitarbeiter waren während der Schließung im Online-Geschäft beschäftigt, um die Bestellflut abzuarbeiten. Sie haben in großem Stil verpackt und teilweise sogar zugestellt, weil auch die Paketdienste überfordert waren", erinnert sich Gungl an die vergangenen Wochen. Zusätzlich sei es eine große Herausforderung gewesen, in Zeiten von Lieferengpässen überhaupt an neue Ware zu kommen. Die Zusatzservices wie Zustellung oder kontaktlose Abholung nach telefonischer Bestellung wurden von den Kunden gut angenommen, berichtet er.

Kleine regionale Händler stärken

Für den Unternehmer ist die Treue seiner Kunden in diesen herausfordernden Zeiten ein schönes Signal: "Viele haben das erste Mal online bestellt, haben aber ein Grundvertrauen, weil sie den Betrieb ja seit Jahren kennen." Das Bewusstsein bei den Konsumenten habe sich geändert, ist er überzeugt: "Ihnen ist durch die Krise klar geworden, dass sie Arbeitsplätze erhalten, wenn sie kleine regionale Händler stärken. Denn der Kunde ist mit seinem Einkauf der eigentliche Arbeitgeber für die Mitarbeiter und den Unternehmer." Gungl selbst beschäftigt in seinem Betrieb 15 Mitarbeiter – und hat sich über die Jahren viele Stammkunden gewonnen. "Vielen Konsumenten ist auch erst jetzt bewusst geworden, welche Vorteile regionales Einkaufen für sie persönlich hat: So gibt es bei uns ein Reparaturservice, Ersatzteile und unkomplizierte Reklamationen." Ein Service, das man bei den Online-Riesen vergeblich sucht, setzt er nach.

Letztere sind dem oststeirischen "Platzhirsch" im Spielzeuggeschäft ein Dorn im Auge, weil sie hierzulande keine Steuern zahlen und auf Billigstarbeitskräfte setzen. "Bei uns im Betrieb werden die Kunden von Fachkräften beraten, wir können und wollen mit diesen Dumping-Preisen nicht mithalten", fordert Gungl faire Bedingungen für alle.

Bereits vor acht Jahren hat Gungl den Online-Shop aufgebaut. Eine Investition, die sich in Zeiten der Corona-Krise buchstäblich bezahlt gemacht hat. Wie es weitergeht, ist dennoch unklar. Aus Altersgründen denkt Gungl ans Aufhören, doch ein Nachfolger ist nicht in Sicht. "Mir blutet das Herz, wenn ich daran denke, den Betrieb bei steigenden Umsätzen schließen zu müssen."

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