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Steirische Konjunktur verliert auf hohem Niveau an Dynamik

Nach dem „All-Time-High“ im Vorjahr zeigt sich eine leichte Abschwächung auf hohem Niveau. Fachkräftemangel ist und bleibt der Flaschenhals, die WKO drängt auf Reformen.

Die Konjuktur in der Steiermark verliert auf hohem Niveau an Dynamik.
© DieIndustrie/Kniepeiss Die Konjuktur in der Steiermark verliert auf hohem Niveau an Dynamik.

Die Stimmung in der heimischen Wirtschaft darf weiterhin als gut bezeichnet werden: Im halbjährlich von der WKO Steiermark abgefragten Konjunkturbarometer haben diesmal 51,4 Prozent der Befragten angegeben, dass sich die Lage ihres Betriebes in den vergangenen zwölf Monaten verbessert hat – nur 9,5 Prozent meldeten eine Verschlechterung. Daraus ergibt sich ein Saldo von +41,9 Prozentpunkten, der den deutlich positiven Trend der vergangenen Monate auch in Zahlen gießt. Einziger Wermutstropfen: Dieser Saldo lag vor einem Jahr mit +52,7 Prozentpunkten noch um 10,8 Prozentpunkte höher. Oder einfacher gesagt: Die Wirtschaftsentwicklung ist zwar weiterhin auf hohem Niveau, die Dynamik hat sich allerdings im Vergleich zum All-Time-High des Dezember 2017 etwas verlangsamt: So liegen zwar  die Salden bei Umsätzen (+46,8 Prozentpunkte), Auftragslage (+46,8), Preisen (+31,4), Investitionen (23,9), Beschäftigung (+28,5) und Export (+29,1) in einem sehr guten Bereich, jedoch jeweils auch unter den Werten aus dem Frühjahr 2018.

Diesen Umstand nimmt WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk zum Anlass, mit Bedacht in die Zukunft zu blicken. „Natürlich freuen wir uns über die nach wie vor sehr guten Zahlen. Es herrscht in der Wirtschaft immer noch Optimismus, was die kommenden Monate angeht. Allerdings müssen wir auch die Baustellen angehen, damit es zu keiner konjunkturellen Vollbremsung kommt.“ Herk fordert deshalb eine spürbare Entlastung der Betriebe im Zuge der von der Regierung angekündigten Steuerreform 2020. Außerdem sei weiter an der Rücknahme des „Gold Platings“ – also der Übererfüllung von EU-Recht – zu arbeiten. Weitere Reformschritte seien im Bereich der Bürokratie – hier im Speziellen der Abbau von Informationspflichten und eine Forcierung des Prinzips „beraten statt strafen“ – sowie die Neuordnung des Ökostromsystems (Ökostrompauschale, Fördersystem) zu finden.

Fachkräftemangel als Konjunkturbremse
Große Sorgen bereitet Herk zudem der Fachkräftemangel, der sich mittlerweile quer durch alle Branchen und Regionen zieht. „Auch wenn die Konjunktur jetzt etwas an Fahrt verliert, der Mangel an Fachkräften wird allen schon wegen der demographischen Entwicklung in unserem Land akut bleiben. Aus diesem Grund plädieren wir für mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, speziell was die innerösterreichische Vermittlung betrifft, und für eine Regionalisierung der Mangelberufsliste bis auf Bezirksebene. Auch die Öffnung des Arbeitsmarktes für Kroatien ist längst überfällig“, so Herk.

Tatsächlich zeigen auch Ergebnisse des Konjunkturbarometers bereits konkrete Auswirkungen des Mangels an Arbeitskräften auf die Wirtschaft. „Mehr als 60 Prozent der insgesamt 768 befragten Unternehmer, quer durch alle Branchen und Regionen und unabhängig von der Unternehmensgröße, berichten von Problemen in diesem Bereich“, betont auch WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Hier müsse Österreich dringend seine Hausaufgaben erledigen, so Dernoscheg: „Im Export sind wir vom Weltmarkt und von der Weltpolitik abhängig, das können wir als kleines Land kaum beeinflussen. Im Bereich der Ausbildung und der politischen Rahmenbedingungen haben wir es aber selbst in der Hand.“ Nach wie vor sei der Wind in den Segeln der Wirtschaft stark – und diesen dürfe man sich nicht mit falschen politischen Entscheidungen selbst nehmen.


Alle Details zum Wirtschaftsbarometer gibt es hier, ebenso das Video zum Thema. 

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