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Kolumbien – Ein Land im Aufbruch

Styria on Tour, Teil zwei: Nach Mexiko stand Kolumbiens Hauptstadt Bogota auf dem Sondierungsprogramm der weiß-grünen Wirtschaftsdelegation – und das mit Erfolg.

Bogotá
© Herbert Ritter Bogotá – die Hauptstadt Kolumbiens – war Ziel der steirischen Delegation.

Jahrzehntelang herrschte in Kolumbien Bürgerkrieg. Ein Krieg, der dem Land nicht zuletzt auch den zweifelhaften Ruf einer internationalen Drogen-Hochburg bescherte. Doch damit soll nun Schluss sein. Seit dem endgültigen Ende des gewaltsamen Konflikts im Jahr 2016 herrscht Aufbruchstimmung: Sage und schreibe 60 Milliarden Euro will die kolumbianische Regierung in den kommenden Jahren in die Infrastruktur pumpen. Investitionen, von denen auch die steirische Wirtschaft profitieren kann, wie sich beim zweiten Teil der großen weiß-grünen Wirtschaftsdelegation zeigte. Angeführt von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Internationalisierungscenters Steiermark (ICS), WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth, sowie WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, knüpfte man in Bogota eine ganze Reihe von höchst vielversprechenden Kontakten. Unter anderem bei einem Treffen mit Kolumbiens Vizepräsidentin Marta Lucía Ramírez. „Dabei haben wir vereinbart, dass wir der Regierung eine Liste mit potenziellen steirischen Partnerfirmen übermitteln, deren Know-how dem Land bei seinen Infra­strukturplänen behilflich sein kann“, so Eibinger-Miedl und Roth.

Ausloten von Exportmöglichkeiten

Aber auch da­rüber hinaus wurden zahlreiche neue Exportmöglichkeiten ausgelotet, so etwa bei der Austria Connect, der größten rot-weiß-roten Businesskonferenz Südamerikas, die heuer mit mehr als 300 Teilnehmern – organisiert von der „Außenwirtschaft Austria“ – in Bogota über die Bühne ging. Ein Erfolg, den Dernoscheg aber auch gleich für weitere Ziele zum Anlass nahm: „Wir müssen für die Zukunft noch bessere Angebote für unsere kleinen und mittleren Unternehmen erstellen, damit auch sie von diesen Exportmärkten profitieren können.“

Bleibt unterm Strich noch die Frage nach dem Fazit der Delegation: „Binnen vier Tagen hatten wir von Businessforen bis hin zu B2B-Gesprächen und politischen Terminen 31 sehr vielversprechende Veranstaltungen“, resümiert ICS-Geschäftsführer Robert Brugger. Nun heiße es weiter dran bleiben, erste Folgetermine sind bereits fixiert (siehe unten).

Styria meets Puebla: Der Lateinamerika Schwerpunkt des ICS geht in die nächste Runde. Am 21. 11. findet auf der Murinsel (18.30 Uhr) ein Austausch mit einer mexikanischen Delegation statt. Infos: www.ic-steiermark.at

Von Mario Lugger


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