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Klug entscheiden und Abfall vermeiden

Die Steiermark geht in Sachen Müllvermeidung neue Wege: Gemeinsam mit der Entsorgungswirtschaft will das Land seine Bürger nun mit einer Bewusstseinsoffensive zum aktiven „Müllsparen“ animieren.

Wie ist ein Produkt verpackt? Gibt es Alternativen? Die Initiative „Klug entscheiden – Abfall vermeiden“ soll Konsumenten zur Müllvermeidung animieren.
© Trezvuy stock.adobe.com Wie ist ein Produkt verpackt? Gibt es Alternativen? Die Initiative „Klug entscheiden – Abfall vermeiden“ soll Konsumenten zur Müllvermeidung animieren.

Weltweit werden derzeit rund zwei Milliarden Tonnen Müll produziert. Bis 2050 soll dieser Wert durch ein starkes Bevölkerungswachstum und zunehmende Urbanisierung um 70 Prozent auf etwa 3,4 Milliarden Tonnen jährlich ansteigen – enorme Mengen, die große Probleme mit sich bringen.Auch in der Steiermark sind im Zeitraum von 2010 bis 2017 die Abfallmengen um 4,6 Prozent gestiegen. Ein Grund dafür sind etwa auch die enormen Plastik-Mengen, jährlich landen steiermarkweit fast 1.000 Tonnen Plastiksackerl im Müll.
Angesichts dieser Entwicklung warnt Landesrat Johann Seitinger: „Jedes Kilogramm Abfall bedeutet trotz Recycling und thermischer Verwertung einen enormen Aufwand“, erklärt der Landesrat. „Um unsere Umwelt und Ressourcen bestmöglich zu schonen, müssen wir das Problem daher bei der Wurzel packen. In der Steiermark hat die Abfallvermeidung höchste Priorität, da diese qualitativ immer höher zu bewerten ist als jede Art der Abfalltrennung.“
Im Jahr 2017 hat jede Person in der Steiermark durchschnittlich 451 Kilogramm „Hausmüll“ erzeugt. Mit einer breit angelegten Bewusstseinsoffensive soll dieser Wert unter dem Motto „Klug entscheiden – Abfall vermeiden“ demnächst deutlich gesenkt werden. Mit landesweiten Aktionen und einer neuen Informationsbroschüre („Zehn Tipps zur Abfallvermeidung“: https://bit.ly/2qTCTLn) sollen die Steirer zum Müllvermeiden motiviert werden.
Mit an Bord ist auch die Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKO Steiermark. Obfrau Daniela Müller-Mezin: „Wir müssen alles daransetzen, dass durch die Entwicklung neuer logistischer Ansätze, neuer Technologien und einer konsequent umgesetzten Kreislaufführung aus Müll Rohstoff wird“, so die Unternehmerin.

Von Klaus Krainer

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