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Kernöl-Allianz im Herzen Europas

Starke Netzwerke für die weiß-grüne Wirtschaft: Pünktlich zur EU-Wahl haben wir den Steirern in Brüssel nachgespürt.

Ronald Rödl leitet seit 2015 das Steiermarkbüro in Brüssel.
© kk WKÖ Ronald Rödl leitet seit 2015 das Steiermarkbüro in Brüssel.

Die politischen Turbulenzen der letzten Tage haben den Blick auf den EU-Wahlsonntag – den Tag, an dem 380 Millionen Menschen die Weichen für Europa neu stellen werden – doch deutlich abgelenkt. Deshalb sei hier an dieser Stelle das Vereinte Europa in den Fokus gerückt – und mit ihm die großen Chancen fürs Steirerland: 

Denn fast 70 Prozent aller weiß-grünen Exporte gehen in die EU – und von diesem Hub weiter rund um den Globus. Oder anders gesagt: Mit der Europäischen Union hat Österreich – und damit die Steiermark als Exportland par excellence – Zugang zum (in Bezug auf die Leistungskraft) größten Markt der Welt. Das sichert Jobs und Wohlstand im Land. Und die Union ist auch wesentlicher Impulsgeber. 2,8 Milliarden Euro an Fördermitteln flossen in den letzten Jahren in die grüne Mark. Das ist doppelt so viel, als nach Brüssel gezahlt wurde. Nicht zu vergessen ist auch, dass der Großteil der hierzulande geltenden Gesetze in Brüssel „gemacht“ werden. Umso wichtiger sind also jene rot-weiß-roten Vertreter vor Ort, die die politischen wie wirtschaftlichen Interessen Österreichs entsprechend platzieren, so zum Beispiel das EU-Büro der WKÖ.

Regionen-Networking mit Jodelkurs

Wie man insbesondere weiß-grünen Themen in Brüssel deutlich Gehör verschafft, weiß unter den knapp 200 „Steirern in Brüssel“ wohl keiner besser als Ronald Rödl. Er leitet seit März 2015 das Steiermark-Büro – die „am weitesten entfernte Dienststelle der Landesregierung“, wie er mit einem Augenzwinkern erzählt.

„Wir sind Türöffner für heimische Interessen gegenüber Entscheidungsträgern in sämtlichen EU-Institutionen. Und als Radarschirm filtern wir Informationen ,aus Europa‘ für die Steiermark heraus“, betont Rödl. Das Um und Auf hierfür seien starke Netzwerke und Allianzen, um einen „maximalen Impact“ für steiermarkrelevante Themen und wirtschaftliche Stärkefelder zu generieren. „Im Europa der 270 Regionen sind wir längst eine Top-Adresse“, unterstreicht Rödl und verdeutlicht die Wichtigkeit einer starken regionalen Stimme im Spiel der EU-Mächte: „Wir bringen uns mit Nachdruck in die relevanten Debatten ein. Nehmen wir nur den Brexit. Großbritannien ist in Österreich ,nur‘ Handelspartner Nummer neun, für die Steiermark ist es aber der viertwichtigste Exportmarkt.“

Doch um bei geschätzt 20.000 Lobbyisten das grüne Herz Österreichs heller strahlen zu lassen, um im Blickfeld zu bleiben, müsse man sich mitunter auch etwas einfallen lassen, gesteht Rödl: „Bei einem von uns organisierten Treffen aller EU-Regionen-Vertreter haben wir zur Auflockerung einen Jodelkurs organisiert. Alle haben inbrünstig mitgemacht. Davon reden die Leute in Brüssel heute noch.“ 

"Wichtig, Gras wachsen zu hören"

Im EU-Parlament braucht es mehr Unternehmergeist, erklärt Markus Stock, Leiter des WKÖ-EU-Büros. 

Was erwarten Sie sich von der EU-Wahl am Sonntag?

Stock: Unternehmerischer Sachverstand ist meist Mangelware in Brüssel, die wenigsten Entscheidungsträger kommen aus Unternehmen. Ich hoffe, dass mit der Wahl deutlich mehr Wirtschaftsgeist ins EU-Parlament einzieht. 

Warum ist das so wichtig?

Stock: Die österreichische Wirtschaft ist klein strukturiert. Viele Entscheidungen und bürokratische Vorschriften, die hier beschlossen werden, sind für einen Kleinstbetrieb oder ein KMU schlicht nicht umzusetzen. Es braucht mehr Hausverstand.

Welche Aufgaben verfolgen Sie mit Ihrem Team?

Stock: Wir vertreten die Stimme der österreichischen Unternehmen in der EU. Essentiell ist für unsere Arbeit, hier ganz genau das Gras wachsen zu hören. Je früher wir von geplanten Initiativen Kenntnis erlangen, desto besser kann die heimische Wirtschaft darauf reagieren und Postition beziehen. Diese bringen wir dann hier unter die Leute, indem wir auf gut gepflegte Netzwerke und starke Allianzen zugreifen


Steirer mit wichtigen Missionen in Brüssel

  • Automotive im Fokus

Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl ist seit Sommer 2018 auch Präsidentin der „Europäischen Automotive Intergroup“. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten EU-Regionen mit besonders starkem Automotivesektor zusammen.

  • Internationalisierung

WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth ist im Vorstand des Handelsdachverbands EuroCommerce. Sein Anspruch: Eintreten für eine EU-Internationalisierungspolitik, die Globalisierungshe­rausforderungen in Chancen für heimische Betriebe umwandelt.

  • Militär & NATO

Generalleutnant Franz Leitgeb leitet die österreichische Militärvertretung in Brüssel. Als Militärrepräsentant bringt er österreichische Interessen im EU-Komitee und in der NATO – im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden PfP – ein.

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