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Keine Gleichstellung in der Lehrküche

Viele Betriebe wissen nicht, dass ihnen für weibliche Kochlehrlinge Fördergeld zusteht. Damit will man mehr Frauen in die Küchen locken.

Lehrling J. Löffler, Köchinnen L. Büchsenmacher, T. Reisner mit Brunner.
© kk Lehrling J. Löffler, Köchinnen L. Büchsenmacher, T. Reisner mit Brunner.

Willi Brunner, Chef der Kochwerkstatt in Kirchberg/Raab, hat den Stein ins Rollen gebracht. Er wundert sich schon länger, dass er nur für weibliche Lehrlinge Fördergeld kassieren kann, nicht aber für Burschen. Die Lehrlingsausbildung hat bei Brunner hohen Stellenwert, „weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass wir dem Fachkräftemangel nur Paroli bieten können, wenn wir diesen auch selbst ausbilden“.

Brunner ist Gastronom aus Leidenschaft. Er war der jüngste Haubenkoch Österreichs und schreibt seit 23 Jahren eine geschmackvolle Erfolgsgeschichte in seiner „Kochwerkstatt“. Bis zu 1.500 frisch gekochte Menüs verlassen täglich die Produktionsstätte, um auf den Tellern in Firmenkantinen, Schulen und Kindergärten in der Region zu landen. Zusätzlich produziert der begeisterte Koch mit 25 Mitarbeitern und zur Zeit drei Lehrlingen (ein Bursch, zwei Mädchen) noch Convenience-Produkte für die gehobene Gastronomie.

 Kein typischer Frauenberuf

„Ich unterscheide bei der Suche nach Lehrlingen nicht nach dem Geschlecht, sondern nach Talenten und der Begeisterung für den Job. Und da spielt mir das Gesetz – wenn ich wirtschaftlich denke – eigentlich nur Mädchen in die Hände, weil ich für diese eine monatliche Förderung von rund 400 Euro für ein ganzes Jahr kassiere. Für einen männlichen Lehrling bekomme ich gar nichts.“ Das kann auch Martina Neumeister vom AMS Feldbach bestätigen: „Der Lehrberuf Koch ist kein typischer Frauenberuf, daher wird die Einstellung von Mädchen auch gefördert, weil wir damit mehr Damen in typischen Männerberufen unterbringen möchten.“ 

Dass Frauen am Gastro-Küchenherd untypisch sind, kann Brunner nicht nachvollziehen, was auch ein Blick in seine Firma zeigt, in der er viele Köchinnen ausgebildet hat und auch beschäftigt. Förderung hin oder her, der nächste Lehrling, der im August in der Kochwerkstatt seine berufliche Ausbildung startet, ist ein junger Mann und heißt Daniel Sackl.

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