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Kein Nachwuchs in Sicht

Auch den Optikern gehen Fachkräfte aus: Innung forciert eine Ausbildungsoffensive und eine Akademisierung des Berufsstandes.

Die Refraktionsbestimmung, also die Messung von Fehlsichtigkeiten, zählt zu den Aufgaben des Optikers.
© coldwaterman - stock.adobe.com Die Refraktionsbestimmung, also die Messung von Fehlsichtigkeiten, zählt zu den Aufgaben des Optikers.
Der Fachkräftemangel greift immer weiter um sich – und trifft jetzt auch schon einst gefragte Berufe wie Friseure und Floristen. Auch vor den Augenoptikern macht das Problem nicht Halt. „Fachbetriebe und Ketten suchen händeringend nach Nachwuchs“, schlägt Gabriele Machhammer, Innungsmeisterin der Gesundheitsberufe, Alarm. Derzeit gibt es in Österreich rund 1.190 Fachgeschäfte mit 4.800 Beschäftigten. Doch aufgrund des Fachkräftemangels wird befürchtet, dass die derzeitige Beratungsqualität in zehn Jahren nicht mehr geboten werden kann.
Und diesen Trend bestätigt auch ein Blick auf die Statistik: Derzeit gibt es rund 100 offene Stellen in Österreich – und das, obwohl bundesweit rund 560 bis 570 Lehrlinge ausgebildet werden. „Die Berufsschulklassen sind voll, aber viele ausgebildete Augenoptiker wechseln die Branche“, so Machhammer. Grund sind oftmals die fehlenden Aufstiegschancen.
Um gegenzusteuern, will die zuständige Bundesinnung die Akademisierung des Berufsstandes vorantreiben. Das erste FH-Bachelor-Studium für Optiker, angesiedelt bei der FH Gesundheit in Hall/Tirol, ist bereits auf Schiene.

Außerdem will man in der Innung das Image des Berufes aufpolieren: „Leider herrscht der Irrglaube, dass ein Optiker hauptsächlich Brillenverkäufer ist“, so Machhammer. Dabei umfasst das Berufsbild ein breites Spektrum – von der Messung von Fehlsichtigkeiten über das Anpassen von Kontaktlinsen bis hin zum Schleifen von Brillengläsern.

Von Karin Sattler

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