th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Neue Kehrordnung für steirische Haushalte

Neues Gesetz beschlossen: Mehr Schutz und Sicherheit für die Bevölkerung durch die wiederkehrende Betriebsdichtheitsprüfung bei bestehenden Abgasanlagen - Rauchfänge durch den Rauchfangkehrer. Das Ziel ist, Kohlenmonoxid- und Brandgefahr zu reduzieren.

Innungsmeister Christian Plesar (r.) und Stellvertreter Harald Haidler
© Foto Fischer Innungsmeister Christian Plesar (r.) und Stellvertreter Harald Haidler

Mit Anfang 2018 tritt die neue Steiermärkische Kehrordnung in Kraft. Damit soll der sichere Betrieb von Öl-, Gas- und Holzheizungen gewährleistet werden. Der Rauchfangkehrer muss künftig in regelmäßigen Abständen auch die Betriebsdichtheit von benutzten Abgasanlagen, zum Beispiel Kaminen überprüfen. Laut Schätzung von Experten sind ein erheblicher Teil der Abgasanlagen bei älteren Häusern schadhaft – man geht hier von 10 bis 30 Prozent aus. Der Rauchfangkehrer, als gesetzlich Beauftragter dieser sicherheitsrelevanten Maßnahmen, muss bei Gefahr in Verzug auch ein sofortiges Heizverbot aussprechen.

Sicherheit, Umweltschutz und Gefahrenabwehr stehen im Mittelpunkt der neuen, am 12.12.2017 im Landtag beschlossenen steirischen Kehrordnung. Der Gesetzgeber hat darin die öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer beauftragt, die Betriebsdichtheitsprüfung von Kaminen wiederkehrend – je nach Art die Betriebsart - alle 5 bis 10 Jahre durchzuführen. Bei dieser Überprüfung wird die Abgasanlage verschlossen und Überdruck aufgebaut. Geht ein gewisse Menge an Luft verloren, so ist die Abgasanlage undicht und muss saniert werden. Im schlimmsten Fall kann es bei undichten Abgasanlagen zum Brand oder sogar zu tödlichen Kohlenmonoxidvergiftungen kommen, immer wieder hört und liest man davon in den Medien, vor allem zu Beginn der kalten Monate. 

Neben der Dichtheit des Kamins muss der Rauchfangkehrer auch überprüfen, ob ausreichend Luft für die Verbrennung vorhanden ist. „Vor allem nach umfassenden Sanierungen an Fenstern, Türen und Fassaden sind Häuser oft so dicht, dass zu wenig Verbrennungsluft nachströmen kann“, erklärt der steirische Landesinnungsmeister der Rauchfangkehrer Christian Plesar und sieht auch hier Gefahrenpotential für den Bewohner.

Was sieht das neue Gesetz noch vor: Einmal jährlich ist die gesamte Abgasanlage optisch – wenn erforderlich auch mittels Kameras - auf Mängel zu überprüfen. Christian Plesar: „Wir handeln im Sinne des Gesetzgebers aber vor allem für den Schutz und die Sicherheit der Menschen im ganzen Land. Auch die mittlerweile vorgeschriebene Überprüfung der Heizungsanlagen auf effizienten Betrieb dient ja einerseits dem Umweltschutz und andererseits der eigenen Sicherheit.“

Den Mehraufwand der steirischen Rauchfangkehrer für die wiederkehrende Dichtheitsprüfung beziffert Christian Plesar mit rund einer Arbeitsstunde pro Abgasanlage, und das alle 5 bis 10 Jahre. Macht umgerechnet auf das Jahr nicht einmal 10 Euro aus -  für Sicherheit und Gefahrenabwehr. Und auch der Mehraufwand für die rund 100.

Rauchfangkehrerbetriebe im Land ist nicht zu unterschätzen: Die Anschaffung neuer Geräte und enormer Schulungsaufwand für 650 heimische Rauchfangkehrer sind neben dem laufenden Betrieb zu bewältigen. Auch wenn das Gesetz bereits ab Anfang des Jahres in Kraft tritt, wird es aufgrund der Übergangsbestimmungen für die Rauchfangkehrerbetriebe zu keinerlei Problemen in deren Arbeitsplanung kommen.

In Wien ist übrigens schon 2012 eine entsprechende Gesetzesnovelle in Kraft getreten. Die Zahl der CO Unfälle ist danach schlagartig von 112 auf 80 und im Folgejahr sogar auf 23 zurückgegangen. Niederösterreich und Oberösterreich haben die wiederkehrende Betriebsdichtheitsprüfung auch schon seit einigen Jahren. Der Betrieb der steirischen Heizanlagen werde durch die neue Kehrordnung sicherer werden, so der Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz im Land Steiermark HR Mag. Harald Eitner. 


Rückfragehinweis:

Landesinnung Rauchfangkehrer
T 0316/601 486
E rauchfangkehrer@wkstmk.at

Das könnte Sie auch interessieren

  • Unternehmerinterviews

Erkennen Sie Ihre Chancen!

Gabriele Fasching hilft ihren Kunden dabei, ihre Persönlichkeit zu stärken und damit auch ihr Unternehmenswachstum zu fördern.  mehr

  • Unternehmerinterviews

Pionier in Sachen Abfallvermeidung

Evelyn Rath zeigt mit "vision müllfrei" vor, wie einfach ein müllfreier Alltag gelebt werden kann. mehr