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Karrierecenter für Fachkräfte

Eigeninitiative statt Ohnmacht: Im Kampf gegen den Fachkräftemangel setzt man im Almenland auf eine gezielte Rekrutierung.

Beim Berufsorientierungslauf haben Schüler die Möglichkeit, sich in verschiedenen Berufen auszuprobieren.
© kk Beim Berufsorientierungslauf haben Schüler die Möglichkeit, sich in verschiedenen Berufen auszuprobieren.

Die Ziele sind klar gesteckt: Die heimischen Betriebe müssen unterstützt und potenzielle Fachkräfte in der Region gehalten werden. Um diese Vorhaben erfolgreich umzusetzen, gründete der gemeinnützige Wirtschaftsverein Almenland 2012 das „Karrierecenter Almenland“ – ein Projekt, das österreichweit seinesgleichen sucht. „Anfangs haben wir uns vor allem damit beschäftigt, zukunftsweisende Konzepte zur Reduktion von regionalen Problematiken – wie etwa Landflucht oder demographische Entwicklung – zu gestalten“, erzählt Vereinsobmann Thomas Reisinger. 

Abwanderung unterbinden

Der erste Knackpunkt wurde schnell ersichtlich: die Abwanderung von Jugendlichen in größere Städte. „Um sowohl den Schülern als auch den Eltern ins Gedächtnis zu rufen, dass auch eine Lehre in der Heimatgemeinde eine Option ist, haben wir mehrere Initiativen wie Erlebnistage oder Berufsorientierungsläufe ins Leben gerufen“, erklärt Reisinger. Auch die Möglichkeit, eine Lehre mit Matura in der NMS Passail zu absolvieren, wurde durch das Projekt realisiert. „Mit dem Karrierecenter konnten wir den Fachkräftemangel stark eindämmen und die Zahl der Lehrlingsanfänger kontinuierlich erhöhen“, freut sich Reisinger. Allein an den Berufsorientierungsläufen nehmen jährlich bis zu 60 Kinder teil – der nächste findet von 20. bis 24. April in der NMS Passail statt. Auch heuer wurden dafür zwölf Firmen aus unterschiedlichen Branchen zusammengestellt. 

Dass das Karrierecenter viel für das Almenland geleistet hat, weiß auch Regionalstellenobmann Vinzenz Harrer: „Die durch Unternehmen organisierten Projekte zeigen auf, wie viele Karrierechancen eine Lehre in der Region bietet.“ 

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