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Kapselpionier lässt die Korken knallen

Seit 125 Jahren werden bei BT-Watzke Kapseln und Verschlüsse in Top-Qualität gefertigt. 350 Millionen Stück verlassen jährlich das Werk in Pinggau.

Stanzel: „Kapseln und Verschlüsse für Mineralwasser bis zum Champagner.“
© kk Stanzel: „Kapseln und Verschlüsse für Mineralwasser bis zum Champagner.“
Bei Österreichs größtem Kapselproduzenten wurden kürzlich selbst ein paar Flaschen geleert: Anlass dafür war das 125-jährige Firmenjubiläum, das der oststeirische Leitbetrieb mit Kunden und Weggefährten gefeiert hat. Bis ins Jahr 1892 reichen die Anfänge des Unternehmens zurück, das sich von der Kapselfabrik zum Premiumhersteller gemausert hat und heute federführend in der Branche ist. „Weltweit gibt es keinen anderen Hersteller, der an einem Standort die komplette Palette an Produkten – von Flaschenkapseln bis zum Drehverschluss – produziert“, sagt Christian Stanzel, der gemeinsam mit Andrea Michäler die Geschäfte führt: „Damit sind wir beim Mineralwasser genauso vertreten wie beim Champagner.“ Der „Steirischen Wirtschaft“ wurden beim Betriebsbesuch Einblicke in die Produktion gewährt.
Im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten die 150 Mitarbeiter am Standort in Pinggau. Kostengünstige Schrumpfkapseln finden sich genauso im Sortiment wie hochwertigste Zinnkapseln für Magnumflaschen. „Der hauseigene Maschinenbau ermöglicht nicht nur eine Wartung ohne lange Standzeiten, sondern auch kontinuierliche Verbesserungen und Erweiterungen bei der Produktion“, so Stanzel, der vor 40 Jahren bei BT-Watzke als Lehrling begonnen hat. Aktuell werden im Betrieb sieben Lehrlinge ausgebildet. Die Rohmaterialien für die Produktion werden aus der ganzen Welt geliefert: Zinn kommt aus Bolivien, Aluminum aus Spanien.
Jedes Jahr verlassen sage und schreibe 350 Millionen Kapseln und Drehverschlüsse das oststeirische Werk – und werden in 40 Länder exportiert. Ein regionales Qualitätsprodukt mit globalem Erfolg, wie Stanzel versichert: „Der österreichische Markt stagniert, der Export wird für uns daher immer wichtiger, um auch in Zukunft kontinuierlich wachsen zu können.“ Zu den Hauptabnehmern zählen Deutschland, Schottland und die USA, der Exportanteil liegt bei 75 Prozent. Neben der Produktqualität spielt freilich auch das Design der Kapseln und Verschlüsse eine zentrale Rolle: Gearbeitet wird hier mit Sieb- oder Offsetdruck, mit spritzlackierten Verschlüssen, Heißfolierungen und erhabenen Prägungen.

Doch der wichtigste Erfolgsfaktor sei das Know-How der Mitarbeiter, streut Stanzel seiner Mannschaft Rosen: „Das ist auch der Grund, warum der Standort Pinggau nie in Frage gestellt wurde.“ Und das Bekenntnis zum Standort wird auch immer wieder gestärkt. So fahren bereits in wenigen Tagen wieder die Bagger auf. „Wir investieren heuer gut eine Million Euro in eine neue Lager- und Produktionshalle und erweitern so unsere Kapazitäten.“ Sehr zur Freude von WKO-Regionalstellenobmann Herbert Spitzer, der dem Eigentümer Wolfgang Binder sowie den Geschäftsführern zum Jubiläum eine Urkunde überreichte.

Weitere Informationen zum Unternehmen auf: www.bt-watzke.at

Von Karin Sattler

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