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Kalter Winter beschert den Steirern eine heiße Saison

Die Semesterferien sind zu Ende – Zeit für eine erste Winter-Hochrechnung. Allgemeiner Tenor: Es war eine sehr gute Saison. Ob Handel, Tourismus, Seilbahnen oder Thermen, sie alle ziehen positive Bilanz.

Eine Frau und ein Mann küssen einen Schneemann
© Steiermark Tourismus Ein guter Start in die Weihnachtssaison und der kälteste Jänner seit dreißig Jahren lässt die Winterwirtschaft jubeln.

Immer dann, wenn die Grüne Mark den Reigen der Semesterferien beschließt, ist es für die „Steirische Wirtschaft“ an der Zeit, den Winter hierzulande „abzurechnen“. Und unterm Strich finden sich hier heuer – ganz im Gegensatz zum Vorjahr – nur lachende Gesichter. Wie nämlich der Rundruf unter den Branchen zeigt, hat die „kalte Saison“ dieses Mal, ganz besonders im Jänner, ihrem Namen alle Ehre gemacht und damit in hohen wie in tiefen Lagen mit Winterfeeling überzeugt. Was nicht nur Zigtausende auf die Pisten, in die Thermen und in die alpinen gastlichen Stuben lockte, sondern auch sportliche wie „durchfrorene“ Kunden in Scharen in die Geschäfte trieb.

Freude im Tourismus

Natürlich freut sich allen voran der Tourismus über den guten Winter. Frau Holle ließ sich zwar vereinzelt wieder etwas länger bitten, hatte dann aber reichlich weiße Pracht, sogar bis weit in den Süden hinein, mit im Gepäck. „Zur Halbzeit, also von November bis Ende Jänner, ist die Steiermark mit einer Steigerung von 1,8 Prozent auf 2,5 Millionen Nächtigungen auf ausgezeichnetem Winterkurs“, freut sich Steiermark-Tourismus-Geschäftsführer Erich Neuhold. Abgerechnet wird zwar immer erst zum Schluss, aber bereits jetzt sprechen die Seilbahnbetreiber von einem Traumwinter. Obmann Arthur Moser: „Wir sind auf der perfekten Zielgeraden, jetzt gilt es, den Schwung durch die Special Olympics bis Ostern mitzunehmen.“
Aber auch abseits der Pisten reiben sich die Unternehmer ob des Prachtwinters die Hände: „Das Wetter entscheidet, ob jemand zum Skifahren oder in die Therme geht“, zeigt Thermenland-Geschäftsführer Wolfgang Riener die starke Abhängigkeit vom „Wettergott“ auf. Doch dieser hat es heuer ebensogut mit den Anbietern der heißen Wellness gemeint, wie er es schon im Vorjahr getan hat: Die Gästeankünfte in der Region liegen mit 194.300 Besuchern beinahe exakt (minus 85 Personen!) am Vorjahreswert. 
Und während Eiseskälte und Schnee die einen freut, sind andere darüber glücklich, wenn es hin und wieder auch etwas weniger winterlich zugeht: Etwa die Asfinag, die heuer weit weniger Streusalz verbrauchte als sonst, oder die Versicherer, die sich so zufrieden im „Erwartungsbereich eines Normwinters“ bewegen.

Von Veronika Pranger

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