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Junge Unternehmer mit großen Ideen

Wie kreativ die weiß-grünen Jungunternehmen sind und mit welch spannenden Businessideen sie den – internationalen – Markt aufmischen, haben wir mit einer Expertenjury beleuchtet und die „Top 30 unter 30“ gekürt.

Das große Ranking der innovativsten Jungchefs im Steirerland.
© Foto Fischer, The Schubidu Quartett, H. Lunghammer, florianrognerphotography, Deutschmann, Rieser, Lierzer, Sevarin, tellers, Schöpf, Skergeth, Aerficial Intelligence, Fifteen Seconds, Wanke, Fotoladen LOLA, Richter, Barbara Majcan Das große Ranking der innovativsten Jungchefs im Steirerland.

Wenn sich am Fifteen-Seconds-Festival von 6. bis 7. Juni rund 6.000 Besucher in der Grazer Stadthalle von internationalen Keynotespeakern zu spannenden Businessthemen inspirieren lassen, dann ist das Grund genug, den Blick an dieser Stelle auf die heimischen jungen Innovativen zu lenken. Nicht zuletzt deshalb, weil auch Festival-Co-Gründer Thiemo Gillissen selbst noch keine drei runden Geburtstage gefeiert hat – wie auch Kompagnon Stefan Stücklschweiger zu Beginn des Unternehmens – und doch mit diesem Mega-Event längst international eine Benchmark setzt. 

Und die beiden sind als junge erfolgreiche Unternehmer nicht alleine. Denn gerade die Steiermark zeichnet sich als besonders fruchtbarer Boden für Start-ups aus. Um das zu verdeutlichen, hat die „Steirische Wirtschaft“ eine hochkarätige Expertenjury gebeten, die „Besten 30 unter 30“ zu nominieren. Herausgekommen ist eine Liste innovativer Chefs, die schon in jungen Jahren die Businesswelt prägen.

Die Besten 30 unter 30

Was sie antreibt? Das haben wir einige von ihnen exemplarisch gefragt. So zum Beispiel Stefan Strein, Gründer von „doro Turbinen“: „Es war ganz einfach meine Begeisterung dafür, etwas wirklich bewegen zu können. Ich wollte meine Vision verwirklichen.“ Natürlich brauche es Mut, „aber noch viel mehr Vertrauen in die eigene Ausdauer und Leistungsfähigkeit“, betont der Gründer. Nach zwei Jahren schweißtreibender Grundlagenforschung freut sich der bald 30-Jährige nun auf das erste Kraftwerk, das im Herbst mit seiner Turbineninnovation ausgestattet sein wird.

Ordentlich Ausdauer, kombiniert mit einem neuartigen System zur Flugbeobachtung hat auch „Aeroficial Intelligence“ richtig „Schubkraft“ verliehen. Hier sind es gleich drei Gründer „unter 30“, die dabei sind, ihre Innovation vom „Verkehrsfunk für Flugzeuge“ erfolgreich am Markt zu platzieren. Julian Jank: „Aktuell sind wir in Gesprächen mit BigPlayern der Branche.“ Denn diese sparen mit der Innovation ordentlich Geld, wie Jank betont: „Alleine 2018 stiegen die Flugverspätungen in Europa um 105 Prozent. Zum Ärger der Passagiere und auf Kosten der Betreiber. Unsere Plattform hilft, den Flugbetrieb zu analysieren und Staus in der Luft und am Boden zu vermeiden.“ Vermieden wird allerdings auch der Müßiggang im Unternehmen, denn aktuell tüftelt das Trio an einem weiteren Tool: „Mittels künstlicher Intelligenz soll damit Stau in der Luft, schon bevor er überhaupt entsteht, erkannt werden.“

Aber nicht nur Turbinen oder Flugstau-Warner, auch fitte Innovationen, intelligente Schranken oder Satellitentechnik zur Nährstoffbestimmung auf Weideflächen finden sich unter den Businessideen der „Top 30 unter 30“. Und so bunt-kreativ diese Liste auch ist, eines verbindet die jungen Chefs: ein hohes Ausbildungslevel bereits zu Beginn ihrer Unternehmerkarriere. Laut Start-up-Barometer starten stolze 79 Prozent aus dem akademischen Bereich ins eigene Business.

So auch Andreas Krasser. Er hat gemeinsam mit Harald Kogelbauer 2017 das Unternehmen „Medical 3D-Print“ gegründet. Hier werden Computertomographie-Informationen für den 3D-Druck in realitätsgetreue Modelle umgewandelt.  „Wir haben beide an der FH Jonanneum studiert“, erzählt der Radiologietechnologe. In ihrer Arbeit auf der Chirurgie sahen die beiden dann die Nische und schlugen zu. „Vielleicht ist auch ein wenig jugendlicher Überschwang mit dabei gewesen, als wir gründeten“, lacht Krasser. „Was uns angetrieben hat, war das Wissen, dass damit Ärzten in ihrer Arbeit – und damit auch den Patienten – geholfen wird.“ 

Eine sportliche Business-Idee, die ebenfalls Menschen hilft, hat auch Katerina Sedlackova – ebenfalls FH-Joanneum-Absolventin – umgesetzt: Mit ihrem Unternehmen „WaibroSports“ entwickelt die 26-jährige Interaktionsdesignerin einen Navigationsgurt, der Sehbehinderte auf Basis von Vibrationsimpulsen auf gesicherten Sportstätten wie Laufbahnen und Langlaufloipen Orientierung verleiht. Warum sie Unternehmerin geworden ist? Sedlackova: „Nur als Unternehmerin kann ich meine eigenen Ideen umsetzen und so sehbehinderten Menschen mit meiner Entwicklung Superkräfte verleihen.“

Wissenschaft als Treiber für Start-ups

Neben der FH Joanneum sind aber auch die heimischen HTLs – eine Vielzahl der „30 unter 30“ erwarb dort das (meist technische) Fundament – sowie die Universitäten regelrechte Treiber fürs junge, innovative Unternehmertum.
Ein solches „Musterbeispiel“ dafür ist Stefan Loigge. Der erst 28-jährige CTO des Hightech-Start-ups ARTI absolvierte den Zweig für Mechatronik an der HTBLA Kaindorf, 2016 schloss er das Studium der Telematik an der Technischen Universität Graz ab. Doch bereits während seines Studiums steuerte Loigge wesentliche Beiträge für die Funktionalität des vierrädrigen, autonomen Quads „Jetflyer“ bei. Mittlerweile hat der Gössendorfer seine „Leidenschaft für Programmierung und Konstruktion“, wie er betont, zum Beruf gemacht. „Konkret bin ich unter anderem für die Entwicklung des Roboter-Prototypen, der in der Intra-Logistik eingesetzt werden soll, zuständig“, erklärt der Jungunternehmer. Ganz nebenbei kümmert er sich aber auch um die Finanzen: „Da bin eher hi­neingeraten“, schmunzelt Loigge. Nachsatz: „Aber so ist das eben als Unternehmer.“


Das sind die Top 30 unter 30:

Stefan Loigge (*21.10.1990) ist Co-Gründer des Hightech-Start-ups ARTI, wo er sich mit Konstruktion und Programmierung des selbstfahrenden Roboters auseinandersetzt.

Wolfgang Deutschmann (*7. 3. 1992) hat sich mit der Gründung der Crowdfunding-Plattform „Greenrocket“ nachhaltigen Zukunftsthemen verschrieben.

Bastian Rüther (* 7. 9. 1991) ist Geschäftsführer des Grazer Start-ups Carbomed, wo er mit ILO über die Atemluft fruchtbare Tage bei einem Kinderwunsch ermittelt. 

Die Grazerin Katerina Sedlackova (*29. 3. 1993) verleiht mit ihrem Start-up „WaibroSports“ Sehbehinderten mit Hilfe eines vibrierenden Navigationsgurts Orientierung.

Christian Weber (*31.12.1990) legt als CTO von „Leftshift One“ aktuell das technische Fundament für die laut Insidern „schlankeste Künstliche Intelligenz im deutschsprachigen Raum“.

Als Co-Gründer von Moshbit sorgt Julian Kainz (*4. 1. 1992) mit der Studenten-App „Studo“ für Furore – an sämtlichen steirischen Hochschulen ist diese im Einsatz.   

Christoph Sammer (*8.10.1990) zeichnet als Co-Gründer von
SALUE für kreative Kommunikationsmaßnahmen von steirischen Hightech-Unternehmen verantwortlich.

Als CTO von Accessio entwickelt Philipp Reitter (*30. 4. 1993) die Software hinter der Parkmanagement-Lösung „Arivo“. Reitter studierte Telematik an der TU Graz

Als Co-Gründerin von brandON Grafikdesign und Präsidentin der Start-up-Plattform „Ideentriebwerk“ setzt Julia Leitinger (*07.03.1994) kreative Impulse in der steirischen Wirtschaft.

Als Co-Gründerin der IPEAK Systems entwickelt Saskia Huber (*23.12.1991) mit dem Produkt „Fitcraft“ ein individualisiertes Online-Fitnessprogramm für jedermann.

Man dreht die Würfelseite nach oben – und die Zeit läuft: Manuel Bruschi (*18. 7. 1989) ist Gründer von Timeular: Das Start-up hat einen Würfel zur Zeiterfassung und Analyse entwickelt.

Rohstoff für medizinische und gesundheitsunterstützende CBD-Produkte entwickelt und produziert Florian Lorenz (*24. 4. 1993), Geschäftsführer von Hanfarma.

„Fitness ohne Kompromisse mit individuellen Zielen“ bietet Lukas Kitzberger (*16.11.1991) als Geschäftsführer und Gründer von Löwenherz Fitness in der Puntigamer Straße an.

Dominik Wieser (*25. 4. 1992), Co-Gründer von Accessio, macht mit „Arivo“ Parkplatzverwaltung auf Basis einer neuartigen Kennzeichenerkennung und smarten Software lukrativ.

Stefan Schmidhofer (*2. 8. 1989) ist Co-Gründer und CEO des Start­ups „Leftshift One“. Die Plattform für künstliche Intelligenz wird etwa von führenden Reisebüros genutzt.

Mit dem „Schönheitsmobil“, einem zum fahrenden Friseur-, Visagistik- und Kosmetiksalon umgebauten Wohnmobil, reüssiert die gelernte Friseurin Christina Moitz (*23.11.1997).

Mit „i.tell solutions“ entwickelt  Unternehmer Dominik Hütter (*7. 4. 1991) maßgeschneiderte Apps zur digitalen Kundenanbindung, -Neugewinnung und -Bewertung.

Alessio Sevarin (*21. 6. 1989) ist Co-Gründer des Start-ups Up-Ride und entwickelt eine mobile Lösung, um Motorradfahrer vor möglichen Gefahren auf der Straße zu warnen.

Andreas Krasser (*27. 08. 1991) wandelt gemeinsam mit Harald Kogelbauer mit „Medical 3D-Print“ Daten von CT-Bildern für den Druck von originalgetreuen medizinischen 3D-Objekten um.

Vor zwei Jahren hat Stefan Strein (*1. 9. 1989) „doro Turbinen“ gegründet, jetzt steht er kurz vor dem Start seiner Innovation in einem steirischen Kraftwerk.

CrossBox Lap Timing“ hat sich auf Messung und Analyse von sportlicher Tätigkeit mittels High-Tech-GPS Empfänger spezialisiert. Gegründet hat es Nino Richter (*29. 01. 1992).

Mit „KWAT design & solution“ hat sich Malermeisterin, Architektin und Doktorandin (Städtebau) Nina Alisa Habe (*15. 12. 1992) ihren Unternehmerinnentraum vom kreativen Schaffen erfüllt.

Markus Skergeth (*3. 8. 1995) ist Gründer von „Blue­roots Technology“ und startet mit der innovativen „Skilltree Management Software“ am Markt durch.

Stefan Schöpf (*28.3.1995) ist gemeinsam mit Bruder Armin Co-Founder von „Audili“, das die Fernerhebung von landwirtschaftlichen Böden aus dem All ermöglicht.

Sebastian Wanke (*6. 10. 1996) ist Founder von „Blueroots Technology“. Mittels AI und Machine Learning hilft man Unternehmen, die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu finden und zu nutzen.

Armin Schöpf (* 14.6.1997) ist Gründer von „Audili“ und setzt mithilfe von Satellitendaten neue Maßstäbe in der Messung des Nährstoffgehalts von Weideflächen.

Johannes Schuster (*7. 9. 1990) hilft als Gründer von „Aeroficial Intelligence“ mittels neuartigem Flugbeobachtungs- und -Analysesystem Flughäfen und Airlines beim Sparen.

Dank künstlicher Intelligenz und ordentlich Know-how sorgt Markus Stadlmair (*9. 12. 1991) mit „Aeroficial Intelligence“ schon bald für den „Stau-Verkehrsfunk“ im Luftraum.

Thiemo Gillissen (* 14. 8. 1993) ist Co-Founder der Fifteen-Seconds-GmbH. Zum sechsten Mal füllt er in wenigen Tagen mit dem Festival für Querdenker die Grazer Stadthalle.

Der Dritte im Bunde bei Aeroficial Intelligence ist Julian Jank
(*8. 6. 1992). Der erst 27-Jährige setzt mit seinen Kollegen neue Maßstäbe für „staufreies“ Reisen in der Luft.


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