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Über 20.000 Jobs warten auf qualifizierte Fachkräfte

Laut Fachkräfteradar der WKO kommen auf eine offene Professionistenstelle aktuell nur 1,35 qualifizierte Arbeitslose. Ein Wert, der sich trotz nachlassender Konjunktur im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessert hat.

Fachkraft
© ams AG Der Fachkräftemangel bleibt eins der drängendsten Probleme der Wirtschaft.

Das vergangene Jahr war von Unsicherheiten geprägt: Brexit, drohende Handelskonflikte und nicht zuletzt die nachlassende Konjunktur haben die wirtschaftlichen Aussichten gedämpft. Doch wie hat sich die Eintrübung auf den Arbeitsmarkt niedergeschlagen? Antworten darauf liefert das aktuelle Fachkräfteradar der WKO.
Demnach zeigt die aktuelle Stellenandrangsziffer – dabei werden einer offenen Stelle die Zahl der Arbeitslosen (mit zumindest Lehrabschluss) gegenübergestellt –, wie brisant der Fachkräftemangel in der Steiermark weiterhin ist: Mit einem Wert von 1,35 hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr (1,24) nur geringfügig verbessert.

Grundsätzlich werden Werte unter 1,5 von den Experten der WKO als Mangel eingestuft, wobei es hier regional höchst unterschiedliche Ausprägungen gibt. So kommen auf einen arbeitslosen Elektroinstallateur im Raum Gleisdorf etwa mehr als sechs gemeldete offene Stellen (0,16), während es in Wien mit einem Wert von 2,35 mehr als zwei Bewerber für eine offene Elektroinstallateursstelle gibt.

Großer demographischer Druck

 „Damit bleibt der Fachkräftemangel eins der drängendsten Probleme, eine leichte Entschärfung gab es nur in Teilbereichen“, sagt Ewald Verhounig, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS): „Grosso modo setzt sich der Trend fort. Der demographische Druck ist groß, und die gute Konjunktur in den Nachbarländern sorgt dafür, dass der Kampf um Fachkräfte aus dem Ausland noch erbitterter wird.“

Allein in der Steiermark waren im Jänner knapp 10.000 offene Stellen gemeldet. „Die tatsächliche Zahl dürfte aber mindestens doppelt so hoch sein, da nur rund die Hälfte der offenen Stelllen dem AMS gemeldet wird. Wir gehen davon aus, dass in der Steiermark über 20.000 Fachkräfte fehlen“, weiß Verhounig.

Der Handlungsbedarf spiegelt sich auch in einer Umfrage des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) wider: Rund 65 Prozent der Betriebe konnten im Vorjahr freie Jobs länger als ein halbes Jahr nicht besetzen. Zudem hatten 57 Prozent der Betriebe Schwierigkeiten bei der Suche nach Mitarbeitern mit Lehrabschlüssen, 59 Prozent mussten Umsatzeinbußen hinnehmen.

Durch das Radar werden regionale und branchenspezifische Unterschiede sichtbar. Zu den Top-Mangelberufen mit Lehrabschluss zählen neben dem Elektroinstallateur auch Augenoptiker, Kfz-Mechaniker, Rohrinstallateure und Dreher.

Offener Diskurs gefordert

Umso wichtiger sind rasche Gegenmaßnahmen, um die Fachkräfte der Zukunft zu sichern. WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk fordert einen „offenen Diskurs über arbeitsmarktpolitische Notwendigkeiten“ ein: Zum einen müsse die überregionale Vermittlung forciert werden. Diese dürfe nicht an Bundesländer- oder Bezirksgrenzen enden. „Wir würden uns hier ein Anreizmodell wünschen, um die Mobilität von Arbeitslosen zu erhöhen.“ Weiters pocht Herk darauf, dass unternehmensnahe Ausbildungen forciert werden. Dazu brauche es Schulungen in Kooperation mit Betrieben, um Personal punktgenau ausbilden zu können. Zudem fordert Herk einen noch stärkeren Fokus auf die Bidung. „Wir können es uns nicht leisten, Ressourcen zu verschwenden. Mit den Investitionen ins Talentcenter, Center of Excellence und den EuroSkills bis zum WIFI und der FH Campus02 haben wir ein breites Angebot geschaffen.“

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