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Jetzt wird der steirische Fachkräftemangel spürbar

Minus 10,8 Prozent: Die Arbeitslosigkeit im Steirerland sinkt weiter. Gleichzeitig erreicht die Zahl der offenen Stellen (8.204) einen neuen Höchstwert.
© Robert-Kneschke/stock.adobe.com

Erfreuliche News vom steirischen Jobmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen ist im September noch einmal deutlich zurückgegangen. Das zeigt die aktuelle AMS-Statistik. Demnach suchen derzeit 33.781 Steirerinnen und Steirer (-10,8 Prozent) einen Job, das sind um 4.000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei nur mehr 6,1 Prozent. Besonders erfreulich sei das Sinken der Jugendarbeitslosigkeit, sagt AMS-Chef Karl-Heinz Snobe: „Allein bei den Unter-25-Jährigen sind es fast 900 Jobsuchende weniger.“ Die positiven AMS-Zahlen wirken sich aber generationenübergreifend aus. Selbst im relativ schwer vermittelbaren Segment der über 50-Jährigen ist die Zahl der Arbeitslosen um 3,9 Prozent auf 10.470 gesunken.

Zusätzlich zum Rückgang der Arbeitslosigkeit weist die Statistik aber auch einen zweiten besonders markanten Trend aus. 8.204 offene Stellen gilt es derzeit zu besetzten, das ist ein Plus von 63,4 Prozent. In manchen Branchen macht sich bereits ein Fachkräftemangel bemerkbar. So hat sich etwa die Zahl der offenen Stellen in Produktionsbetrieben mehr als verdoppelt. „Bei den offenen Stellen haben wir einen Rekordstand erreicht. Das AMS ist deshalb zurzeit höchst gefordert. Derzeit werden uns jeden Tag rund 300 neue Jobangebote gemeldet.“, berichtet Snobe, „trotzdem können wir die Stellen im Schnitt bereits innerhalb von 33 Tagen besetzen.“ Um die Arbeitsplätze auch weiterhin so schnell vergeben zu können seien nun auch die Schulungsaktivitäten (+4,7 Prozent) deutlich verstärkt worden. Insgesamt 8.268 Schulungsteilnehmer werden derzeit steiermarkweit vom AMS betreut. Ein Schritt den die WKO Steiermark begrüßt, betont Präsident Josef Herk: „Der Fachkräftemangel muss dringend bekämpft werden. Wir setzen mit unseren Bildungseinrichtungen Talentcenter, WIFI und CAMPUS 02 genau hier an.“

Im Bundesländervergleich behauptet die Steiermark den zweiten Platz und liegt damit deutlich über den Bundesschnitt (-6,3 Prozent). Nur in Tirol (-12,4 Prozent) sinkt die Arbeitslosigkeit stärker. Regional aufgeschlüsselt belegt der Bezirk Voitsberg (-22,9 Prozent) den steirischen Spitzenplatz vor Gleisdorf (-19,5 Prozent). Jedoch konnte in allen Bezirken, auch im Ballungszentrum Graz (-9,2 Prozent), die Arbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. Lediglich ein Bezirk (Liezen: -2,9 Prozent) schneidet dabei schlechter als der Bundesdurchschnitt ab. 

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