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Jetzt sind die Registrierkassen Pflicht

Ab 1. April sind nicht nur Registrierkassen Pflicht, sie müssen vielmehr auch „manipulationssicher“ der Registrierkassensicherheitsverordnung entsprechen.

Registrierkasse
© Fotolia-Billionphotos.com Ab 1. April darf keine Kasse ohne Manipulationsschutz betrieben werden, ein Update ist in jedem Fall notwendig.

Was bedeutet das im Detail?

Alle Belege müssen signiert und Sicherheitseinrichtungen und Kassen über FinanzOnline angemeldet sein. Wer braucht eine Registrierkasse? Unternehmer, deren Jahresumsatz je Betrieb 15.000 Euro und die Barumsätze dieses Betriebes 7.500 Euro im Jahr überschreiten. Wird ein Teil des Umsatzes außerhalb von festen Räumlichkeiten („Kalte-Hand-Regelung“) erzielt, dann sind diese Umsätze von der Kassenpflicht ausgenommen, und eine einfache Losungsermittlung ist möglich, wenn der außerhalb der festen Räumlichkeiten erzielte Umsatz 30.000 Euro im Jahr nicht überschreitet. Gründer brauchen erst dann eine Registrierkasse, wenn die genannten Grenzen überschritten werden. Dann bleibt für die Anschaffung noch drei Monate Zeit. Keine Kasse darf ab dem 1. April ohne Veränderung betrieben werden, ein Update ist in jedem Fall notwendig. Dadurch wird künftig jeder Kassenbeleg digital signiert sowie ein Umsatzzähler geführt und ein Protokoll geschrieben. 

Der Starterbeleg

Ist das erledigt, dann muss als erster Beleg ein Startbeleg ausgedruckt werden. Er darf noch keinen Umsatz ausweisen (Null-Euro-Beleg – bitte aufheben) und setzt den Umsatzzähler auf den Startwert Null. Für das digitale Signieren ist eine Signaturerstellungseinheit, ein sogenanntes Zertifikat, nötig. Die Karten (ähnlich der E-Card) haben eine eindeutige Seriennummer und einen kleinen Chip, der wie ein gewöhnlicher Rechner funktioniert. Die Kasse sendet die Belegdaten zu diesem Chip, der eine eindeutige, unverfälschbare Signatur ermittelt und an die Kasse zurückgibt. Kassen und auch die Signaturerstellungseinheit müssen in FinanzOnline angemeldet werden. Eine bequeme Lösung ist das Webservice von FinanzOnline; wird dieses von der Kassa unterstützt, dann müssen nur die FinanzOnline-Zugangsdaten in der Kasse hinterlegt werden und die Kasse und die Signaturerstellungseinheit können sich quasi selbst anmelden.

Was ist wichtig?

Den Startbeleg aufbewahren. Am Ende des Jahres muss der Jahresbeleg geprüft werden. Daten müssen vierteljährlich auf einem elektronischen Medium gesichert werden. 


Die Strafen

Bei vorsätzlicher Nichtbeachtung dieser gesetzlichen Pflicht droht nach dem Finanzstrafgesetz eine Strafe bis zu 5.000 Euro. 






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