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Jetzt können LKW wirklich "Gas" geben

Mit der ersten LNG-Tankstelle in Graz setzt die Firma Leitner Zeichen für den Umweltschutz. Warum die Frächter auf flüssiggasbetriebene Lkw abfahren sollen?

Die erste LNG-Tankstelle in Graz.
© Leitner Die erste LNG-Tankstelle in Graz steht beim Gürtelturm, nahe der A9

Rund 1,5 Millionen Euro haben Harald Leitner, der gemeinsam mit seinem Neffen Markus den weiß-grünen Mineralölhandel in Graz führt, und die RAG Austria in die Hand genommen, um sich energietechnisch in die Zukunft zu wagen: „Ich hatte schon länger das Gefühl, dass die Zeit bei uns reif für flüssiggasbetriebene Lkw ist, die Nachfrage nach den geräuscharmen Fahrzeugen war aber eher verhalten, weil es keine Tankstellen gab.“ In Graz hat Leitner im April daher die österreichweit (erst) zweite Zapfsäule eröffnet, um damit dem oft kritisierten Umweltsünder Schwerverkehr auch in Blickrichtung Klimaziele einen neuen ökologischen Stempel aufzudrücken: „LNG (Liquified Natural Gas) ist verflüssigtes Erdgas, das aus natürlichem Erdgas oder erneuerbaren Energien hergestellt wird. Es ist weder wassergefährdend noch toxisch und senkt vor allem deutlich die Feinstaub- und CO₂-Belastung um 95 bzw. 20 Prozent.“

Erste Zwischenbilanz

Schon nach einem Monat im Betrieb zieht Leitner eine Bilanz, die ihn selbst überrascht hat: „Das Interesse ausländischer Frächter ist enorm und bestätigt, dass Europa längst schon auf diesen Zug aufgesprungen ist, was vor allem auch die großen Reichweiten rechtfertigen.“ Immerhin fährt ein Brummi mit einer Tankladung LNG rund 1.500 Kilometer und hat damit ohne Probleme von Graz aus Anschluss an das bereits breit verzweigte Tanknetz (zum Beispiel) in Deutschland. „In unserem Nachbarland wird der Umstieg bereits gefördert, eine befristete Mautbefreiung für LNG-Fahrzeuge ist längst Realität“, richtet Leitner seine Kritik an die Politik, „die in Österreich endlich gleiche Rahmenbedingungen schaffen sollte, weil sonst die heimischen Frächter schlicht und ergreifend mit ihren LNG-Flotten ausflaggen werden.“

Allen Kostenrechnern hält Leitner entgegen, dass den etwas höheren Anschaffungskosten der Lkw ein bis zu 20 Prozent geringerer Gasverbrauch gegenübersteht. In Graz sind zur Zeit rund zehn LNG-Fahrzeuge on the road, Leitner selbst beliefert seine Mineralölkunden ab Juni auch selbst mit einem umweltfreundlichen Fahrzeug. Warum der Unternehmer bereits daran denkt, das LNG-Netz weiter zu spannen, das rechtfertigt er ganz einfach mit seiner Nase für die unternehmerische Zukunft und seiner ökologischen Verantwortung: „Die Zeit ist ganz einfach reif für diese Technologie. “

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