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Jetzt bremst auch der Kinderwagen smart

Techniker-Trio entwickelt „Wegfahrsperre“ für Kinderwägen, um tragische Unfälle wie auch dreiste Diebstähle zu verhindern.

Gründertrio mit Kinderwagen
© AcStyria Die drei innovativen Steirer

Nur einmal kurz weggedreht und schon passiert’s: Der nicht eingebremste Kinderwagen rollt abschüssiges Gelände hinunter und das Unglück nimmt seinen Lauf. „Immer wieder liest man von Vorfällen dieser Art, die nicht selten tragisch ausgehen: Buggys, die in Gewässer, auf die Straße oder auf Gleise rollen, nur weil Erwachsene einen Moment lang abgelenkt waren“, erzählt Ralph Prestros. Aufgrund solch schlimmer Ereignisse und auch, weil er selbst Vater sei, hat er sich die Frage gestellt: „Warum ist in Autos längst Hightech ohne Ende zum Schutz der Insassen verbaut, während es in Buggys aber so gut wie keine Sicherheitstools für die Kleinen gibt?“

Gemeinsam mit zwei Techniker-Kollegen – ebenfalls Väter – hat NFC-Experte Prestros deshalb vor gut einem Jahr damit begonnen, ein System zu entwickeln, das Kinderwagen automatisch sofort stoppt. „Vereinfacht ausgedrückt ist es eine smarte, nachrüstbare NFC-basierte Wegfahrsperre“, erklärt Prestros. Ein Bolzensystem wird an den Hinterrädern angebracht, das fix einrastet. Prinzipiell ist der Kinderwagen also immer eingebremst.

Ohne Hand am Griff stoppt der Kinderwagen


Losfahren kann man nur, wenn man sich als autorisierte Person am Kinderwagen „anmeldet“. Soll heißen: Die Bolzen-Sperre wird mittels NFC-fähigem Tool – also Smartphone, Schlüsselkarte, Fitnessarmband oder auch Bankkarte – freigeschaltet. „Diese persönlichen ,Codeschlüssel‘ werden einmalig registriert“, berichtet Prestros. Für die weitere Inbetriebnahme des Kinderwagens reicht es danach aus, wenn der jeweilige „Schlüssel“ in der Tasche oder am Körper getragen wird. Und um das kurze Wegdrehen vom Wagen als Unfallquelle auszuschließen, haben die drei Tüftler eine weitere „Sicherheitshürde“ erdacht: Der Haltegriff des Kinderwagens muss zumindest von einer Hand umschlossen werden, um den Buggy schieben zu können. Denn der Griff dient als Touchpad und reagiert – selbst wenn man Handschuhe trägt – auf Kontakt. Sobald dieser fehlt, rasten die Bolzen ein. 

Aber nicht nur als Unfallvermeidungshilfe soll das „Secu-Buggy-System“ dienen, es ist gleichzeitig auch Diebstahlschutz – da ja nur berechtigte Personen den Buggy (weg-)schieben können. „Für Kinderwagen werden bis zu vierstellige Eurobeträge bezahlt“, weiß Prestros. „Sie sind zu wertvoll, um sie schlecht gesichert im Stiegenhaus, beim Einkaufen vor dem Geschäft oder beim Arztbesuch vor der Ordination abzustellen.“

Konzipiert sei das „Secu-Buggy-Kit“ als Nachrüstbausatz, der jedoch nur vom instruierten Fachhändler an den dort gekauften Kinderwagen angebracht werden dürfe, betont Prestros: „Hier geht es um Sicherheit. Daran sollten keine Laien herumbasteln.“ Ebenso denkt das Team an Kooperationen mit den Kinderwagenherstellern selbst, denn am internationalen Markt gebe es derzeit kein Konkurrenz-System, das ähnlich technisch ausgefeilt und dennoch mit so relativ geringen Kosten in Serie produziert werden könne,  betont Prestros: „Noch in diesem Jahr wollen wir mit Secu-Buggy in Serie gehen. Aktuell laufen auch Gespräche mit dem ÖAMTC, der das Tool anbieten möchte.“ 

Infos zum Unternehmen: www.mailx.at/prestros

Autorin: Veronika Pranger

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