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"Jetzt braucht es starke Netzwerke"

Warum es jetzt mehr denn je unternehmerischen Mut, starke Netzwerke und Innovationskraft braucht, das erzählt der neue Vizepräsident der WKO Steiermark, Herbert Ritter, im großen „Antrittsinterview“.

Herbert Ritter im Gespräch
© Foto Fischer Herbert Ritter ist der neue Vizepräsident der WKO Steiermark.

Sie sind seit knapp einem Monat neuer WKO-Vizepräsident. Wie haben Sie die ersten Wochen im Unternehmen der Unternehmer erlebt?
Herbert Ritter:
Ich wurde hier sehr herzlich willkommen geheißen. Natürlich kenne ich die Services der WKO Steiermark aufgrund meiner unternehmerischen Tätigkeiten sehr gut. Und es freut mich, dass ich mich jetzt noch stärker für die Betriebe im Land einbringen kann.

Wo genau haben Sie vor, Ihre Schwerpunkte zu setzen?
Ritter:
Mein Fokus liegt insbesondere in den beiden großen Bereichen Infrastruktur sowie Forschung und Entwicklung.

Sie liefern mit der Infrastruktur ein Stichwort, das jetzt in der Krise als eine der großen wirtschaftlichen Herausforderungen auch breitenwirksam sichtbar wurde…
Ritter:
Ganz genau. Hier wurde deutlich, wie eng wir als Standort nicht nur mit unseren unmittelbaren Nachbarländern bzw. dem EU-Raum, sondern wie eng wir weltweit wirtschaftlich verflochten sind. Und auch, wie sehr uns hier in der Steiermark infrastrukturelle Einschränkungen unmittelbar und in allen Lebensbereichen betreffen – etwa in der Problematik von unterbrochenen Lieferketten, bei den hier benötigten, aber in China festhängenden Containern bis hin zu  flächendeckend abgesagten Linienflügen. 

Was ist also die Aufgabe?
Ritter:
Unsere so exportorientierte steirische Wirtschaft braucht eine starke, leistungsfähige Infrastruktur. Diese im Land zu sichern und weiter auszubauen sowie die heimische Infrastruktur in die internationalen Netze noch stärker einzuflechten, ist essentiell für den Wirtschaftsstandort. Ich denke hier nicht nur an das Koralmbahnprojekt oder den Ausbau der Pyhrn-Schober-Achse durch den neuen Bosrucktunnel, ich denke auch an das wichtige Drehkreuz Graz-Thalerhof, nicht nur für den Im- und Export von Gütern, sondern auch für den Transfer unserer global tätigen Mitarbeiter sowie unsere internationalen Geschäftspartner. 

Bleiben wir bei den Aufgaben: An welchen Stellschrauben muss jetzt – mit Blick auf Corona – gedreht werden?
Ritter:
Die durch Corona angestoßenen wirtschaftlichen Entwicklungen haben gezeigt, dass vor allem jene Unternehmen flexibler auf sich verändernde Marktumstände reagieren konnten, die auf Forschung und Entwicklung setzen. Mut zu neuen Wegen und Investition in Innovation sind die Schlüssel – gerade, wenn die Zeiten unruhig sind.

Wie haben das die heimischen Firmen gemacht?
Ritter:
Viele Betriebe haben in den letzten Monaten eindrucksvoll bestätigt, dass unser Bundesland die Auszeichnung als Nummer eins bei F&E in Europa zu Recht trägt. Nehmen wir das Beispiel Hage: eigentlich ein klassischer Maschinenbauer. Doch hier widmet man sich seit einigen Jahren verstärkt dem 3D-Druck. Und als Corona kam, haben sie es dank ihrer Flexibiliät und Innovationskraft geschafft, sofort zu switchen und ein Beatmungsgerät zu entwickeln.

Was braucht es außer Innovationskraft noch, um den wirtschaftlichen Motor wieder zum Laufen zu bringen?
Ritter:
Für den Restart des Landes braucht es jetzt starke Netzwerke und Kooperationen. Das gilt insbesondere für die vielen kleinen und mittleren Betriebe im Land. Denn in der Gemeinschaft ist man immer stärker, kann Ideen effizienter umsetzen und schneller am globalen Markt reüssieren. Aber nicht nur eine innovative und breit aufgestellte Produktion ist nun wichtig, wir müssen jetzt auch sicherstellen, diesen durch Corona angestoßenen Digitalisierungsschub im Land auch weiter voranzutreiben.

Was bringen Sie hier aus Ihrer eigenen unternehmerischen Laufbahn mit ein?
Ritter:
Automatisierung ist eine Querschnittsmaterie über unterschiedlichen Sparten. Das hat mich zu einem Netzwerker gemacht. Diese Erfahrungen möchte ich auch in der WKO Steiermark weitergeben – und die Unternehmer dazu motivieren, ihr Know-how und ihre Expertisen zu bündeln.

Was motiviert Sie eigentlich, sich neben Ihren vielen Aufgaben nun auch in der WKO Steiermark zu engagieren?
Ritter:
Ganz einfach: Wir haben mit der Steiermark den schönsten Platz der Welt zum Leben. Diesen hohen Standard gilt es gemeinsam zu erhalten. Und so, wie sich viele Menschen im Land ehrenamtlich sozial und kulturell engagieren, tue ich das, wie so viele andere auch, eben in und für die Wirtschaft.


Zur Person:

Herbert Ritter (geb. 1965) gründete 1989 gemeinsam mit G. Maitz die M&R Gruppe (M&R Automation, Automation X, Alicona Imaging). 2015 hob er die HRTech aus der Taufe. Ritter ist u. a. im wiss. Beirat der Joanneum Research, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der SFG und Initiator und Vorsitzender der Plattform Automatisierungstechnik.


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