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Jetzt blickt der Bauherr durch die 3D-Brille

Star Trek meets Steirer-Grips: Robotic Eyes aus Graz lässt Baupläne als Hologramme in der realen Umgebung erscheinen.

Walcher mit 3D-Brille
© stnazkul-Fotolia/Oliver Wolf Er hat den Durchblick: Robotik-Eyes-Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Walcher
Sollten Sie in den kommenden Wochen im Steirerland unterwegs sein und zum ersten Mal beobachten, wie Menschen mit 3D-Brillen am Kopf auf freiem Feld verzückt herumhüpfen, dann keine Sorge: Es handelt sich hier nicht um moderne Kunst, sondern vielmehr um eine feine Innovation aus Graz, die bereits in der Testphase gehörig für Furore unter Bauherren sorgt. Kein Wunder aber auch, schließlich präsentiert Neo-Unternehmer und „Robotic Eyes“-Gründer Wolfgang Walcher mit dem Robotic Eyes Explorer (REX) erstmals ein Tool, das aus Bauplänen erstaunlich realistische 3D-Hologramme in der realen Umwelt zeigt.
„Diese Darstellung ist bahnbrechend. Noch nie zuvor war es möglich, auf derart hohem Level Architektur, die nur auf dem Papier existiert, im Raum in einer solchen Qualität darzustellen“, erzählt der Grazer Unternehmer. Will heißen, der Plan wird ins Robotic-Eye-System eingespielt und schon sieht der potenzielle Käufer durch Verwendung der 3D-Brille auf der noch unbebauten Wiese bereits sein künftiges Haus aus allen Blickwinkeln als Hologramm. „Mehr noch, der Kunde kann beinahe real durch das virtuelle Objekt spazieren und so bereits einen umfassenden Eindruck vom künftigen Wohnen erhalten, noch bevor der erste Ziegel gesetzt wurde“, ergänzt Walcher.
Hologramm durch Brille
Möglich macht diese neue Art der Bau-„Begehung“ die von Walcher und Entwicklungschef Bernhard Reitinger innovierte Spezial-Software, die zwar hochtechnisch im Inhalt, aber elegant in der Bedienung für die Kunden – vorrangig Bauunternehmen, Planer und Architekten – ist. „Wir liefern beinahe selbsterklärende Software. Der Kunde kann hier so viele Pläne und Varianten einspielen, wie er will“, beschreibt Walcher das Geschäftsmodell. „Selbst während der Hologramm-Demonstration kann der Bauherr per Klick aufs Tablet dem Kunden neue Varianten, etwa Pult- statt Satteldach, einspielen.“ Klingt vielleicht einfach, benötigt aber eine gehörige Portion Branchen- und Software-Know-how. Hier können Walcher wie auch Reitinger auf internationale Reputation verweisen. „Mein Partner hat Software für Google entwickelt“, verrät Walcher. Er selbst war vor seinem Start 2016 als „Jungunternehmer mit 50 Jahren“ unter anderem Group-Program-Manager in der UltraCam-Business-Unit von Microsoft und Director der Mapping-Products bei Vexcel.
Doch auch, wenn bei der Vorstellung von Hologramm-Begehungen das Herz jedes Star-Trek-Fans höher schlägt, sei diese High-End-Visualisierung vorrangig ein Tool für Unternehmer, um die Kommunikation mit Endkunden zu erleichtern, betont Walcher: „Damit erklärt sich jeder noch so gefinkelte Bauplan auch dem Laien sofort.“

Ebenso sei die Hologramm-Darstellung in der Baubesprechung mit Behördenvertretern oder Anrainern von großem Vorteil, ergänzt Walcher. Durch den Blick durch die Brille ließen sich Vorbehalte rasch auflösen: „Auf einem Plan sieht jeder etwas anderes. Einsprüche werden laut, weil man sich etwas einfach nicht vorstellen kann. Diese Probleme gehören nun der Vergangenheit an.“

Alle Infos zum Unternehmen: www.robotic-eyes.com

Quergefragt:

Welche Brillen sind für die Software nötig?
Wir sprechen noch von Brillen im High-End-Bereich. Doch die Technik wird immer billiger.
Was haben Sie noch in der Pipeline?
Der nächste Schritt ist die Entwicklung einer Art Bau-Logbuch. Ein Blick auf die Baustelle durch die Brille zeigt sofort, wo was passt und wo nicht.
Ab wann werden die Hologramme sichtbar?
Der Verkauf startet jetzt im Sommer.

Von Veronika Pranger

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