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In welchem Takt die neue Job-Uhr tickt

Die Ausweitung der Arbeitszeit wirft nach wie vor sehr viele Fragen auf. Der Experte vom Rechtsservice der WKO Steiermark über den Umgang mit wichtigen Zeitgrenzen.

viele Uhren
© Fotolia Unternehmer, die Zeitgrenzen überschreiten, machen sich strafbar.

Seit 1. September beträgt die absolute Grenze der Arbeitszeit zwölf Stunden pro Tag und 60 Stunden in der Woche. Georg Königsberger, Experte im WKO-Rechtsservice, macht darauf aufmerksam, „dass eine Überschreitung dieser Maximalarbeitszeit strafbar ist“. Diese Grenzen werden allerdings insofern relativiert, als in einem Zeitraum von 17 Wochen nicht mehr als durchschnittlich 48 Stunden wöchentlich gearbeitet werden dürfen.

Königsberger: „Eine Überschreitung dieser Grenze ist ebenfalls strafbar, auch wenn an keinem Tag mehr als zwölf Stunden und in keiner Woche mehr als 60 Stunden gearbeitet wurde.“  Die Ermittlung dieses 17-Wochen-Schnitts erfolgt gesondert für jede einzelne Woche und muss zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden. Es kann daher erforderlich sein, dass auch in einer laufenden Woche bereits für die restliche Woche berechnet werden muss, ob noch Überstundenleistungen zulässig sind.

„Während die Berechnung des 17-Wochen-Durchschnitts bei durchgehender Arbeit keine Fragen aufwirft, stellt sich dann allerdings die Frage, wie mit Ausfallszeiten (Krankenstand, Urlaub und ähnlichem) umzugehen ist“, so der Experte. Die entsprechende EU-Richtlinie gibt dazu vor, dass diese Zeiten zur Berücksichtigung des Durchschnitts entweder unberücksichtigt oder neutral zu bleiben haben.

Daraus ergeben sich zwei Berechnungsmethoden, aus denen die Arbeitgeber in Zukunft wählen können: Wenn die Zeiten unberücksichtigt bleiben, hat dies zur Folge, dass auch der Divisor angepasst werden muss. Liegen in den letzten 17 Wochen daher zum Beispiel eine Woche Urlaub und zwei Wochen Krankenstand, werden diese drei Wochen nicht berücksichtigt (also mit 0 gerechnet), der Divisor aber von 17 auf 14 gesetzt.

Im Fall der Neutralisierung bleibt der Divisor unverändert bei 17, die Ausfallszeiten werden aber als Arbeitszeit miteinbezogen. Die Woche Urlaub wird daher z. B. mit 40 Stunden berechnet. 

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