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Imagepolitur für Servicekräfte

„Auf Augenhöhe mit dem Gast statt devotes Dienen.“ Gastliche Initiative soll Servicemannschaften den Rücken stärken.

Servicekräfte
© Robert Kneschke, stock.adobe Fachlich top, aber zu wenig Selbstbewusstsein – Servicekräften soll künftig schon in der Berufsschule der Rücken gestärkt werden.

Hotellerie und Gastronomie dürfen stolz sein, im Service können die heimischen Fachkräfte bei Wettbewerben auf den vordersten (Medaillen-)Rängen punkten. „Was diesen Top-Leuten allerdings fehlt, das ist etwas mehr Selbstbewusstsein, sicheres Auftreten und die Fähigkeit, auf Augenhöhe mit dem Gast zu kommunizieren“, fasst Rudolf Fink, Präsident der Servierlehrer Österreichs, zusammen. Bei einem Treffen des „Verbandes Service Österreich“ im steirischen Seckau wurde die Idee geboren, den Nachwuchstalenten in diesen Disziplinen den Rücken zu stärken. Und zwar in der Berufsschule. Fink: „Die Servierlehrer sollen dieses Zusatzwissen vermitteln. Das geht aber nur, wenn sie selbst im Vorfeld trainiert werden.“ 

Steirischer Pilotversuch

Und genau dafür zeichnet an den Landesberufsschulen Bad Gleichenberg Hermann Freismuth federführend verantwortlich. Erste Workshops sind bereits über die Bühne gegangen, im März soll kommunikatives Knowhow schon an die Schüler weitergegeben werden. Freismuth, ein pensionierter Servierlehrer und Unternehmensberater, der das Pilotprojekt fachlich dirigiert, ist begeistert von der Kooperationsbereitschaft von Lehrern und Direktor Josef Schellnegger: „Da sind wirklich alle mit Begeisterung dabei.“ Wenn sich der „Wissensvorsprung“ auch bei Tisch bemerkbar macht, dann ist daran gedacht, das Projekt in ganz Österreich umzusetzen. „Weil die Zeit der untertänigen Bücklinge sowie des leidvollen Dienens in der heimischen Gastlichkeit endgültig vorbei ist“, so Fink. Anstelle von „Der Gast ist König“ soll dieser in Zukunft „glückliche“ Stunden mit den fachkundigen Mitarbeitern erleben. Ganz nach dem Motto „Ich bin ok und du bist ok“.

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