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Im Katastrophenfall gibt es keine Lenk- und Ruhezeiten

Im Katastrophenfall herrschen auch auf den Straßen andere Gesetze: Lenk-und Ruhezeiten für Fahrer von Lkw im Einsatz werden dann ausgesetzt.

Ausnahmegenehmigungen schützen vor hohen Strafen bei Kontrollen.
© bilderbox.com Ausnahmegenehmigungen schützen vor hohen Strafen bei Kontrollen.
Verkehrsminister Jörg Leichtfried hat heuer erstmals ein Gesetz für einen befristeten Zeitraum außer Kraft gesetzt, das sonst als unantastbar gilt: jenes für die Lenk- und Ruhezeiten von Lkw-Fahrern. Auslöser waren die Unwetterkatastrophen in vielen Teilen Österreichs und auch in der Steiermark. Unzählige Frächter und Fahrer standen dabei im Hilfseinsatz und konnten die vorgesehenen Grenzen für Ruhezeiten bzw. -pausen nicht einhalten. Mit dem Risiko, bei Kontrollen mit hohen Geldstrafen rechnen zu müssen. Um für die – nicht selten unentgeltlichen – Hilfseinsätze nicht auch noch von den Behörden zur Kasse gebeten zu werden, hat sich die Transportwirtschaft bei Leichtfried starkgemacht und eine Ausnahmeregelung erreicht, die heuer 30 Tage von 4. August bis 2. September gültig war. Mit der Option, die Ruhe- und Pausenzeiten auch bei künftigen Katas­trophen befristet auszusetzen.
Was ist zu tun? Jetzt rückwirkend und auch künftig müssen Lenker und Fahrzeuge, die für Transport- bzw. Aufräumarbeiten gebraucht werden, beim zuständigen Gemeindeamt eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Diese gilt bei Fahrten auf allen Straßen in Österreich und ist daher im Fahrzeug mitzuführen und anschließend im Unternehmen mit den Daten zu Lenk- und Ruhezeiten aufzubewahren. Alle Fahrten im Katastropheneinsatz müssen genau dokumentiert werden.

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