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Im "Heiligen Land" boomen High-Tech und Tourismus

Passend zu Weihnachten werfen wir einen Blick auf Israels Wirtschaft: Diese floriert, davon profitieren auch heimische Betriebe.

Jerusalem
© kirill4mula, stockadobe.com Jerusalem beherbergt bedeutende religiöse Stätten des Judentums, Christentums und des Islam

In jener Region, in der einst das Christentum seinen Ausgang fand, befindet sich heute ein moderner Staat: Israel. Das Land, das annähernd so viele Einwohner zählt wie Österreich, setzt auf Fortschritt. So gehört Israel und hier speziell der Großraum Tel Aviv zu den innovativsten Orten der Welt und gilt als Gründer- und Investmenthochburg. So kam es beispielsweise in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 zu 58 Exits, bei denen der ursprüngliche Investor aus einem Unternehmen aussteigt und ein Vielfaches seiner Anfangsinvestition zurückerhält. So lag das Exit-Volumen israelischer Start-ups 2018 bei 6,22 Milliarden US-Dollar. Kräftig investiert wurde in Unternehmen aus dem Technologie-, Software-, Life-Science-, Cyber-Security- und Artificial Intelligence-Bereich. Größte Investoren sind nach wie vor US-amerikanische Firmen, China dürfte dabei aber bald die Nase vorn haben. 

Hightech-Sektor und Tourismus

Der Hightech-Sektor ist der Hauptantriebsfaktor für die florierende Wirtschaft: „2017 lag das Wachstum bei 3,5 Prozent, für das Gesamtjahr 2018 rechnen Experten sogar mit einem Plus von 3,7 Prozent“, weiß Günther Schabhüttl, Österreichs Wirtschaftsdelegierter in Tel Aviv. Wahre Höhenflüge verzeichnet auch der Tourismus: Waren es 2012 noch 12,4 Millionen internationale Fluggäste, die nach Israel reisten, so zählte man 2017 bereits 17,3 Millionen, für 2018 geht man von 23 Millionen aus. Die Israelis selbst gehören zu den reisefreudigsten Menschen der Welt und rund fünf der knapp acht Millionen Einwohner machen alljährlich eine Flugreise. Davon kann natürlich auch der Tourismus in Österreich profitieren (siehe Interview rechts). 

Beziehungen Österreich-Israel

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Israel sind intensiv. So betrug 2017 das Außenhandelsvolumen 568,7 Millionen Euro, mit einem Handelsbilanzüberschuss für Österreich in der Höhe von 228,6 Millionen Euro. Mit einem Anstieg der österreichischen Exporte um 20,3 Prozent war dies ein äußerst erfolgreiches Jahr. Die wichtigsten Ausfuhrwaren: pharmazeutische Erzeugnisse, Kessel, Maschinen, Lkw, Waren aus unedlen Metallen, Luftfahrzeuge sowie Messinstrumente. 

Günther Schabhüttl, Wirtschaftsdelegierter in Tel Aviv im Interview

Israel ist das „heilige Land“ der Christen. Was merkt man dort von Weihnachten?

Weihnachten ist hier nicht sehr präsent. Daher reisen viele Israelis nach Österreich, um etwas vom Weihnachtszauber zu erleben. Im letzten Jahr zählte man in Österreich 623.000 Nächtigungen von Gästen aus Israel.  Das ist sehr beeindruckend in Anbetracht der Größe Israels. Österreich hat ganzjährig etwas zu bieten, und das schätzen Familien mit Kindern genauso wie Sport- und Kulturbegeisterte. Gerade die Steiermark hat hier noch viel ungenutztes Potenzial. 

Wie interessant ist Israel als Urlaubsziel?

Der Tourismus in Israel boomt das ganze Jahr über. Ein Rekord jagt den nächsten. Zu Weihnachten gibt es an den heiligen Stätten aber weniger Touristenandrang als man denken könnte. Die Osterfeierlichkeiten sind viel stärker. Durch zusätzliche Flugverbindungen wird der bilaterale Tourismus wohl noch weiter zulegen. Außerdem ist ein Ausbau des wichtigsten Flughafens geplant. 

Was sind die beliebtesten Destinationen in Israel?

Allein im ersten Halbjahr 2018 reisten 2,18 Millionen Touristen nach Israel. Betrachtet man die Hotelauslastung, so führt Tel Aviv mit einer Belegungsrate von 76,8 Prozent, gefolgt von Jerusalem (70 %), dem Toten Meer (69,8 %) und Eilat (69,3 %).


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