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"Im Bereich Digital müssen wir rennen"

Christoph Fürntratt ist der neue Obmann der steirischen Handelsagenten. Welche Schritte er „digital“ setzen will und warum Handelsagenten zu „Influencern“ werden müssen, verrät er im großen Antrittsinterview.

Der Grazer Christoph Fürntratt (geb. 1974) ist seit 19 Jahren Unternehmer und steht seit 1. November an der Spitze der steirischen Handelsagenten.
© Foto Fischer Der Grazer Christoph Fürntratt (geb. 1974) ist seit 19 Jahren Unternehmer und steht seit 1. November an der Spitze der steirischen Handelsagenten.

Herr Fürntratt, Sie stehen seit Monatsbeginn an der Spitze von 1.100 steirischen Handelsagenten. Welche Ziele haben Sie sich vorrangig gesetzt?
Christoph Fürntratt: Es gibt sehr viele Anliegen, die ich vorantreiben möchte, etwa im steuerlichen Bereich, vor allem was den Kfz-Vorsteuerabzug betrifft. Ebenso werde ich, wie mein Vorgänger, nicht müde werden, unsere Unternehmer über die Wichtigkeit der eigens für Handelsagenten entwickelten Rechtsschutzversicherung zu informieren. Ich denke auch an eine Mitglieder-Informationsserie im kommenden Jahr unter dem Motto „Frag den Anwalt“. Neu gestartet haben wir bereits eine Obmann-Sprechstunde. Und nicht zuletzt ist die Digitalisierung das wohl brennendste Thema, das wir jetzt angehen.

Wie sehr beeinflusst die Digitalisierung Ihre Branche?
Fürntratt: In aller Deutlichkeit sage ich: Wir müssen nicht mit der Zeit gehen, sondern längst rennen. Schon in unserer Berufsbezeichnung steht das Wort Handel. Und wohl kein anderer unternehmerischer Bereich ist durch die Digitalisierung stärker betroffen als der Verkauf von Gütern. Ein kurzer Blick auf die Handelslandschaft reicht, um zu sehen, wie umfassend sich diese in den letzten Jahren global gewandelt hat. Sicherlich kann man sagen: „Online“ ist ein Fluch. Und ja, es ist nicht leicht, im heimischen und kleiner strukturierten Handel gegen die großen Plattformen aus dem Ausland zu bestehen, nicht zuletzt deshalb, weil Fairness bei diesen oft ein Fremdwort ist. Und ich weiß, wovon ich spreche, ich bin seit zwei Jahrzehnten im Textilbereich tätig. Aber was erreicht man mit Herumjammern und dem Verschließen der Augen vor der Realität? Nichts. Die Welt ändert sich ja trotzdem, und wer nicht handelt, der wird dennoch verändert werden, aber wahrscheinlich nicht zu seinem Vorteil.

Was also haben Sie vor?
Fürntratt: Wir stellen die Branche digital auf, dafür wollen wir eine spezielle App als digitale Schnittstelle zum Gremium entwickeln, wo alle Infos direkt abgerufen werden können und spezielle Vorteile für Handelagenten bereitstehen. Natürlich kostet die App-Entwicklung Geld, aber die Welt ist längst digital, jetzt müssen auch wir es werden.

Wo muss man hier, neben der App, noch ansetzen?
Fürntratt: Auch wir müssen endlich die sozialen Medien zum unternehmerischen Vorteil nutzen. Ein Beispiel: Ich bin im Textilbereich in einer Premium-Nische tätig. Ich verkaufe, salopp gesagt, Dinge, die keiner wirklich zum Leben braucht, die man aber haben will. Es geht also, wie im Handel ja zumeist, darum, Bedürfnisse bei den Kunden zu wecken. Und am besten funktioniert das über Influencer, über Instagram, Facebook und Co. Damit erreicht man auch die jüngere Kundenschicht und man zeigt Präsenz in dieser neuen digitalen Öffentlichkeit.

Was ist mit dem vielzitierten persönlichen Konktakt im Business geworden?
Fürntratt: Der ist natürlich weiterhin das Um und Auf, gerade in unserem Geschäft. Aber viele Dinge drumherum können längst bequem per Smartphone erledigt werden, etwa Terminbestätigungen, schnelle Anfragen oder der Blick in den aktuellen Katalog. Das wollen die Kunden, das sind sie aus anderen Branchen seit Jahren gewohnt. Und das sollten auch wir ihnen ermöglichen.


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