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Hunger auf mehr Kommissionsgebühr

Die Buchungsplattform „booking.com“ plant ab 1. Juli Kommisionsgebühren auch für Zusatzleistungen zu kassieren. Die Hoteliers kontern mit einer Absage.

Der reiselustige Gast profitiert vom geballten Angebot der Buchungsplattformen, die die Beherbergungsbetriebe aber einiges kosten.
© anyaberkut – stock.adobe.com Der reiselustige Gast profitiert vom geballten Angebot der Buchungsplattformen, die die Beherbergungsbetriebe aber einiges kosten.
Die Ankündigung, künftig auch für Zusatzleistungen wie Reinigung, Bettwäsche und Zusatzgebühren „Provisionen“ zu kassieren, hat auch Johann Spreitzhofer, Fachgruppenobmann Hotellerie, einigermaßen verwundert: „Als freiwillige Partner der Buchungsplattform wissen wir, dass wir Kommissionsgebühren für die Vermittlung von Zimmern bezahlen müssen, ich sehe aber überhaupt nicht ein, dass die Organisation von ihren angeschlossenen Beherbergungsbetrieben jetzt auch noch zum Beispiel für die Reinigung einen Obolus kassieren möchte.“ Noch unverständlicher ist für Spreitzhofer der Vorstoß von booking.com, auch noch an den Orts- bzw. Nächtigungstaxen mitnaschen zu wollen: „Diese sind von uns ja 1:1 an die Kommunen abzuliefern, wie können wir dafür Kommissionsgebühren bezahlen?“

Abrechnungen prüfen


Spreitzhofer fordert alle Betriebe auf, die an Booking.com angeschlossen sind, ihre Kommissionsabrechnungen, genau zu kontrollieren: „Wir haben unseren Unmut bereits im Ministerium eingebracht und warten die politischen Entscheidungen ab. Generell sprechen wir uns aber entschieden dagegen aus, dass Booking.com seine Forderungen ausweitet.“ Spreitzhofer selbst hat bereits seine negativen Erfahrungen gemacht und seine Angebote für Aufenthalte mit Halbpension, zurückgezogen, „weil ich plötzlich auch für das Essen eine Vermittlungsgebühr bezahlen sollte“.

Übrigens, ein Verbot der sogenannte Prioritätsklausel ist in Österreich gesetzlich verankert. Sie untersagt ja den Partnerbetrieben, auf ihrer Website Preise unter jenen von booking.com anzubieten.

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