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Holzindustrie fordert Politik zum Handeln auf

Bessere Rahmenbedingungen, faire Infrastrukturlösungen, stärkere Bewusstseinsbildung, Arbeitsplatzsicherung, Ausbildungsinitiativen und die Rohstoffverfügbarkeit: Eine große Delegation der steirischen Holzindustrie legte beim „Gipfeltreffen“ mit der heimischen Politik nun die dringlichsten Forderungen der Branche aufs Tapet.

v.l.n.r.: LR Johann Seitinger, LR Barbara Eibinger-Miedl, Holzindustrie-Obmann Monika Zechner u. LR AntonLang (v.l.)
© Foto Fischer v.l.n.r.: LR Johann Seitinger, LR Barbara Eibinger-Miedl, Holzindustrie-Obmann Monika Zechner u. LR AntonLang (v.l.)

Die steirische Holzindustrie hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Landesregierung alle zwei Jahre einen Bericht zur Lage der Holzindustrie-Nation vorzulegen um auf dessen Basis konstruktive Gespräche zu führen, erklärt Monika Zechner, Obmann der steirischen Holzindustrie. Empfangen wurde die große Holzindustrie-Delegation von den Landesräten Barbara Eibinger-Miedl, Johann Seitinger und Anton Lang. „Vom Konzern bis zur Traditionssägemanufaktur sichern hierzulande 230 Holzindustriebetriebe gut 6.000 Jobs. Das tun sie vor allem in strukturschwächeren Regionen“, betont Zechner gleich zu Beginn, weshalb es umso wichtiger sei, die dringlichsten Probleme, die den Betrieben das erfolgreiche Arbeiten erschweren, zu behandeln. Die Forderungen der Holzindustrie gliedern sich in vier Themenbereiche:

 
  1. Gute Rahmenbedingungen und eine faire Infrastruktur

„Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sowohl Groß als auch Klein überleben können“, erklärt Zechner. Zentral sei hier, neben dem weiteren Abbau bürokratischer Hürden und der Weiterführung des Handwerkerbonus über 2017 hinaus, vor allem die Wiedereinführung der Zweckwidmung der „Wohnbauförderung in Verbindung mit der Bevorzugung des Werkstoffs Holz“, betont Zechner: „Ebenso fordern wir die Weiterführung der Förderung der thermischen Sanierung von Gebäuden unter Beibehaltung der besonderen Förderung der Verwendung von Holz und Holzwerkstoffen über den 31. 12. 2017 hinaus, ein.“ Davon profitiere nicht nur der Endverbraucher, sondern auch die gesamte Wertschöpfungskette Holz. Ebenso wichtig sei die vorrangige Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit bei der Sanierung von Landesstraßen und –brücken. „Eine solche Sanierungsoffensive spielt auch der dringend notwendigen Erhöhung der Tonnagenbeschränkung in Verbindung mit der höchstzulässigen Achslast in die Hände.“

 
  1. Ausbildung und Bewusstseinsbildung vorantreiben

Die Erweiterung des Lehrplans in den Neuen Mittelschulen um den Lehrinhalt Holz –sowie die Mittel, um die Stiftungsprofessur und -assistenz an der Architektur-Fakultät (TU Graz) über die ausfinanzierten fünf Jahre hinaus, abzusichern waren ebenso Bestandteil intensiver Gespräche. Zechner: „Wir hätten hier die Möglichkeit, den Anteil an Architekten, die mit Holz bauen, in kurzer Zeit zu verdoppeln. Das sichert Jobs und den Standort nachhaltig.“

  
  1. Forcierung des Werkstoffes Holz in allen Wertschöpfungstiefen

Das klassische Bauholz werde sukzessive vom Markt verdrängt, so Zechner: „Was bis vor wenige Jahre noch 90 Prozent des Hauptgeschäfts heimischer Säger war, wird heute von 70 Prozent der Betriebe als nur mehr sehr gering im Anteil eingestuft.“ Deshalb seien alle Player gefordert, die Verwendung von sowohl industriell gefertigter Holzbauteile als auch traditioneller Holzwerkstoffe im Baubereich zu forcieren, betont Zechner: „Das ist wesentlich zur Standortsicherung.“

 
  1. Rohstoffverfügbarkeit bzw. Rohstoffsicherung
 

Aber selbst im Waldland Steiermark sei die Sicherung des Rohstoffs Holz ein großes Thema, gibt Zechner zu bedenken: „Das gemeinsam definierte Ziel zwischen der österreichischen Forstwirtschaft und Holzindustrie lautet 22 Millionen Erntefestmeter aus heimischen Forstbetrieben. Derzeit liegen wir noch gut 25 Prozent vom Zielwert entfernt – obwohl Fördermittel gerade für die Mobilisierung in den hoffernen Wäldern zur Verfügung stehen.“ Für die vielen kleinstrukturierten Waldbesitzer brauche es also stärkere Anreize zur Bewirtschaftung der Wälder. „Sie müssen mit gezielten, wirksamen Maßnahmen davon überzeugt werden, dass nur ein genutzter Wald ein gesunder und klimafitter Wald von morgen ist!

  

Vom Willen der Landesräte sei man nach „sehr guten Gesprächen“ auf jeden Fall überzeugt, betont Zechner: „Sie haben die Dringlichkeiten erkannt und engagiertes Handeln versprochen. Und da, wo es um Bundesangelegenheiten geht, zugesagt, unsere Forderungen direkt mit nach Wien zu nehmen.“ 

 

Rückfragehinweis:

Mag. Brigitte Marold
Fachgruppen-Geschäftsführerin Holzindustrie
T 0316/601-527
E brigitte.marold@wkstmk.at

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