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Holzindustrie fordert Politik zu engagiertem Handeln auf

Bericht zur „Lage der Holznation“: Die steirische Holz­industrie diskutierte mit der heimischen Politik ihre dringlichsten Forderungen.

Delegation
© Foto Fischer Delegation mit LR Seitinger, LR Eibinger-Miedl und LR Lang
Vom Konzern bis zur Traditionssägemanufaktur sichern hierzulande 230 Holzindustriebetriebe gut 6.000 Jobs – und das tun sie vor allem in strukturschwächeren Peripherie-Regionen. Ein Grund mehr, den politisch Verantwortlichen jene Probleme aufzuzeigen, die heimischen Holzindustriebetrieben das Arbeiten erschweren. „Die steirische Holzindustrie hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Landespolitik alle zwei Jahre einen detaillierten Bericht zur Lage der Branche vorzulegen“, erklärt Monika Zechner, Obmann der Holzindustrie. Diese Bedarfserhebung sei aber nicht dazu da, um den politisch Verantwortlichen die Rute ins Fenster zu stellen, sondern diene als Basis für konstruktive und erfolgreiche Gespräche, so Zechner: „Die Landesregierung kann ja nur so gut für die Unternehmen arbeiten, so weit sie auch über deren Bedürfnisse exakt Bescheid weiß.“
Und Bescheid gegeben hat nun eine große Delegation heimischer Holzindustrievertreter den Landesräten Barbara Eibinger-Miedl, Johann Seitinger und Anton Lang. Im Zuge dieses „Gipfeltreffens“ brachte man die dringlichsten Themen aufs Tapet, „allem voran unsere Forderung nach besseren Rahmenbedingungen und einer fairen Infrastruktur“, erzählt Zechner.
So wurden, neben dem Abbau bürokratischer Hürden und der Verlängerung des Handwerkerbonus, vor allem die „Wiedereinführung der Zweckwidmung der Wohnbauförderung in Verbindung mit dem Werkstoff Holz“ sowie die vorrangige wirtschaftliche Berücksichtigung bei Landesstraßen- bzw. Brückensanierungen gefordert. Eine solche Sanierungsoffensive spiele auch der dringend notwendigen Erhöhung der Tonnagenbeschränkung in Verbindung mit der höchstzulässigen Achslast in die Hände, ergänzt Zecher.  

Ebenso detailliert besprochen wurden das Thema Ausbildung, insbesondere die Erweiterung des Holzschwerpunkts an den Neuen Mittelschulen, und die Mittel, um die Stiftungsprofessur und -assistenz an der Architektur-Fakultät über die ausfinanzierten fünf Jahre hinaus abzusichern. „Bauen und Wohnen mit Holz kann für Architekten im Waldland Steiermark kein Nischenphänomen sein. Wir haben die Möglichkeit, hier beispielhaft voranzugehen und den Anteil an Architekten, die mit Holz bauen, in kurzer Zeit zu verdoppeln. Das sichert Jobs“, betont Zechner.
Doch hinter allen Maßnahmen für erfolgreiches Holz-Wirtschaften steht die Rohstoffverfügbarkeit. „Vom mit der Forstwirtschaft definierten Ziel von 22 Millionen Festmetern aus österreichischen Wäldern fehlt noch gut ein Viertel“, so Zechner. „Es braucht  stärkere Anreize für Waldbesitzer, insbesondere auch hof­ferne Wälder zu bewirtschaften.“
Vom Willen der Landesräte ist Zechner nach „sehr guten Gesprächen“ überzeugt: „Sie haben die Dringlichkeiten erkannt und engagiertes Handeln versprochen. Und da, wo es um Bundesangelegenheiten geht, zugesagt, unsere Forderungen direkt mit nach Wien zu nehmen.“

Zitat Monika Zechner, Obmann Holzindustrie:

„Die Holzindustrie ist gerade in strukturschwachen Regionen ein wichtiger Arbeitgeber.“


Infos: www.holzindustrie-steiermark.at

Von Veronika Pranger

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