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Holzbau-Meister: Rechtsinterpretation des Landes Steiermark pfuscht den Zimmermeistern ins Handwerk und konterkariert langjährig geübte Praxis

Von einer schon erledigt geglaubten Diskussion sind nun die Holzbau-Meister in der Steiermark eingeholt worden. Es geht um die baugesetzliche  Planungsberechtigung, die zum Beispiel für das Einreichen von Einreichplänen bei der Gemeinde notwendig ist.

Holzbau-Meister dürfen Bauten, die in ihrem Wesen Holzkonstruktionen sind, planen, berechnen, einreichen (und natürlich dann auch) bauen. So sagt es die Gewerbeordnung (GewO).  Diese Kompetenz erwerben sich die Zimmermeister im Rahmen ihres Meisterprüfungskurses  und der sehr aufwändigen Befähigungsprüfung, bei deren Prüfungskommission auch Ziviltechniker Mitglied sind. Die österreichweite Regelung gilt schon seit Jahrzehnten. Für den Holzbau war die rechtliche Anerkennung des planerischen und bautechnischen Könnens für das  gesamte  Bauwerk wesentlich. Er gab dem modernen Holzbau (mit mehrgeschossigen Bauten aus österreichischer Hand auf der ganzen Welt) sicherlich einen wichtigen Schub.

Das Referat „Baurecht“ des Landes Steiermark hat nun – ohne ersichtlichen Grund und Anlass – beschlossen, den bürokratischen Rückwärtsgang einzulegen. Mit einem Schreiben an alle Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften erklärt das zuständige Referat: Holzbaumeister dürfen Bauten mit Keller nicht mehr planen und dafür als Bauführer auftreten. „Mit dieser Rechtsmeinung stellt sich  die Abteilung des Landes Steiermark gegen die bisher geübte und bewährte Verwaltungspraxis. Noch dazu erfolgt dieser Schritt ohne einen ersichtlichen Grund“, ärgert sich Landesinnungsmeister Oskar Beer.

Die Folgen:

  • Die Abteilung Baurecht spricht den Holzbau-Meistern eine Berechtigung ab, die sie durch die Befähigungsprüfung erworben haben.
  • Zusätzlicher bürokratischer Aufwand und Kosten: Der Häuslbauer/Einreicher braucht im Falle des Falles die Stempel zweier Betriebe/Planer (für Holz und Beton).
  • In Zeiten sich liberalisierender Gewerbeordnung machen Beamten durch nicht nachvollziehbare Interpretationen von Gesetzen die Einreichungen von Bauplänen wirklich kompliziert. Entbürokratisierung sieht anders aus!!
  • Der Holzbau ist ökologisch, CO2-effizient und nachhaltig. Das gerade die Abteilung „Umwelt und Raumordnung“, Ressort LR Lang  (zu der das „Baurecht“ gehört), den Holzbau so schwerwiegend schaden möchte, ist eine Randnotiz, die aber die nicht durchdachte und unnotwendige Rechtsinterpretation abrundet.
  • Tatsächlich stützt man sich auf eine alte Rechtsmeinung, die aber bereits in der Lehre durch Kommentarmeinung entkräftet wurde.

Die angehängten Bilder zeigen Landesinnungsmeister Oscar Beer.

 

Für Ihre Fragen steht Ihnen Monika Jerolitsch, jerolitsch PR, unter 0664 240 10 95 gerne zur Verfügung.

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