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Hohe Auszeichnung für steirischen Filmemacher

Für seine Verdienste um die steirische Kultur wurde Alfred Ninaus wurde mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes ausgezeichnet. Eine Retrospektive.

LH Schützenhöfer und Ninaus
© Foto Fischer Große Ehre für Alfred Ninaus

Es kommt nicht alle Tage vor, dass man vom Landeshauptmann zu einem Festakt in die Aula der Alten Universität geladen wird. Dementsprechend groß war die Freude beim weiß-grünen Filmemacher Alfred Ninaus, als er kürzlich mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Steiermark geehrt wurde – für seine Verdienste um die weiß-grüne Kultur.

Und das kommt nicht von ungefähr, hat doch Ninaus sein Leben dem Film verschrieben – und damit Filmgeschichte geschrieben, etwa mit Weltstar Marisa Mell, mit Schauspiel-Legende Karl Merkatz oder Regie-Altmeister Franz Antel.
Doch alles der Reihe nach: Schon in den 1970er Jahre machte er erste „filmische Gehversuche“, wie Ninaus sagt – zunächst als Kameramann, später als Regisseur und auch als Produzent. „Auch wenn es oft mühsam ist, Geld für Filme aufzustellen, wollte ich meine Rolle als Produzent nicht mehr aus der Hand geben“, sagt er rückblickend: „Mir war es immer wichtig, meine Ideen selbst umzusetzen.“

Und davon gab es viele. In den 47 Jahren seiner Laufbahn hat er weit über 50 Filmprojekte realisiert und in den 1980 sein eigenes Filmstudio gegründet. Vor allem mit Dokumentarfilmen über die Steiermark hat sich Ninaus einen Namen gemacht. Ob Ausseerland, Hochsteiermark oder Joglland, „keiner kennt die Steiermark so gut wie ich“, sagt Ninaus. „Die großartige Natur und landschaftliche Vielfalt in der Steiermark filmisch einzufangen, sehe ich als Privileg.“ Aktuell arbeitet er an einer zweiteiligen Dokumentation über die Habsburger.

Bekannt wurde der Film-Pionier aber auch mit Spielfilmen wie „Lauf, Hase, Lauf“ (1979), „Seifenblasen“ (1984), „Der Bienenkönig“ (1990) und „Abenteuer eines Traumes“ (1996), wo er gesellschaftskritische Themen ins Visier nimmt. Die Leidenschaft für den Film ist bis heute geblieben – und liegt bei Ninaus wohl in den Genen. Wenig verwunderlich also, dass Tochter Stefanie beim aktuellen Filmprojekt Regie führt und Sohn Matthias als einer der jüngsten Kameramänner Österreichs von sich reden macht.

Autorin: Karin Sattler

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