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Hitzewelle "rettet" den Umsatzsommer

Während Handel und Tourismus mit dem bisherigen Sommerhöchst zufrieden sind, hätten zu viele Regentage die Badesaisonbeinahe ins Wasser fallen lassen. Jetzt setzen die Betreiber auf den heißen August, wie unsere „Erstbilanz“ zeigt.

Paar auf Luftmatratzen im Wasser
© Steiermark Tourismus Die Bäderbetreiber setzen auf den heißen August.

Was lange währt, wird doch noch gut: Ein Motto, das mit Sicherheit für diesen Sommer gilt. Denn dem mehr als regennassen Start in die Bädersaison im Mai folgten mit Juni und Juli zwar durchaus wunderbar warme Temperaturen, doch erneut vertrieben hier die – je nach Region beinahe täglichen – Regenschauer die Badegäste. Jetzt sollen es die dicht an dicht folgenden Hitzewellen im August wieder richten und so unterm Strich doch noch für eine heiße Bilanz sorgen – so der Tenor unter den Betreibern, wie ein Rundruf der Steirischen Wirtschaft zur „Vorab-Sommerbilanz“ ergibt:

„Natürlich ist der Supersommer von 2015 mit knapp 400.000 Besuchern in unseren Bädern nicht zu toppen. Auch nicht jener von 2017, der das bislang drittbeste Ergebnis brachte“, erklärt etwa Michael Krainer von der Holding Graz. Aber insgesamt würden die Zahlen stimmen, so Krainer: „Bleibt uns die Hitze im August erhalten und das Wetter beständig, dann rechnen wir mit insgesamt 320.000 Gästen.“

Ebenso auf die tropischen Temperaturen der letzten Tage setzt Rudolf Schmied vom Alpenbad  Liezen. Die schleppend begonnene Saison könne hier durchaus wieder „ein wenig „herausgerissen werden und wir mit einem blauen Auge davonkommen“. Knapp 13.000 Wasserratten zählte er bislang, im letzten Jahr waren es zur gleichen Zeit zwischen 16.000 und 17.000.

Weniger positiv gestimmt ist hingegen Karl-Heinz Prentner, Chef des Bads „Die Weihermühle“ in Gratwein-Straßengel: „Die Saison ist eine Katastrophe. Im Vergleich zum Vorjahr stehen wir bei 65 Prozent minus. Um das jetzt noch aufzuholen, ist der August, auch wenn er noch so schön ist, einfach zu kurz.“

Man dürfe hier aber nicht außer Acht lassen, dass man durch den letzen Parade-Sommer recht verwöhnt sei und bei Rückgängen von hohem Niveau ausgehe, ergänzt dazu der Stubenberger Bürgermeister Alexander Allmer: „Im Vorjahr hatten wir 150.000 Gäste, heuer werden es, sofern der August weiter so prächtig anhält, knapp 120.000 sein. Die letzten 14 Tage haben viel herausgeholt.“

Aber nicht nur die Bäder, sondern der Tourismus generell freut sich über die heißen Tage, wie das „Sommerbarometer“ von Steiermark Tourismus zeigt. Quer durchs Land berichten die Unternehmer zwar von „einem verhaltenen Start“, der sich dann aber spätestens mit Juli zur „Höchstform“ steigerte. Die Buchungslage sei besser als im Vorjahr, berichtet man nicht nur beim Almhüttendorf Turracher Höhe, das bestätigen auch beispielsweise Franz Kromoser (Mondi-Holiday Seeblickhotel, Grundlsee) oder Waltraud Arzberger (Pension Römerhof, St. Lorenzen).

Heiße Geschäfte mit Mineralwasser und Co.

Ähnlich gut rechnen die heimischen Händler mit den bisherigen Sommertagen ab, allen voran natürlich der Lebensmittelhandel. Spar-Steiermark-Geschäftsführer Christoph Holzer berichtet davon, dass an wie zuletzt doch recht häufigen heißen Tagen „nicht nur die Kühltruhen auf der Suche nach erfrischendem Eis, sondern vor allem die Mineralwasser-Abteilungen gestürmt werden“.

Nachgefragt bei Peterquelle-Geschäftsleiter Gerald Doleschel, bestätigt sich das Bild von den recht durstigen Kehlen unter der Sommersonne: „Wenn die Markierung am Thermometer die 30 Grad übersteigt, dann bedeutet das für uns auch 30 Prozent mehr Umsatz. Juni und Juli waren sicherlich auch für uns zu verregnet. Aber jetzt, seit 14 Tagen, freuen wir uns sehr über das perfekte Mineralwasserwetter.“

Die Hände ob des guten Umsatzes mit der Hitze reibt man sich auch im Elektrohandel. „Aufgrund des warmen Sommers gab es laufend eine hohe Nachfrage nach Klimageräten und Ventilatoren“. heißt es seitens MediaMarkt und Saturn, „Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir hier ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich feststellen.“

Das sagen die Unternehmen:

Michael Krainer, Holding Graz/Geschäftsführung Freizeit: „Obwohl der Juli wettertechnisch nicht überragend war, sind wir mit der bisherigen Bädersaison sehr zufrieden, die Gästezahlen bewegen sich im langjährigen Durchschnitt.“

Erich Neuhold, Geschäftsführer  Steiermark Tourismis: „Das erste Sommerdrittel ist erfolgreich geschlagen und bei den aktuell besten Sommerbedingungen ist die Stimmung vom Gletscher bis ins Weinland auch bei den steirischen Touristikern hervorragend.“

Gerald Doleschel, Geschäftsleiter Peterquelle: „Juni und Juli waren zu verregnet, aber die Hitzewelle jetzt im August macht das wieder wett. Wenn es um die 30 Grad hat, machen wir rund 30 Prozent mehr Umsatz als an Schlechtwettertagen.“

Alexander Allmer, Bürgermeister Stubenberg am See: „Die Badesaison ist nicht so gut, wie in den vergangenen drei Jahren – doch die letzten 14 Tage Hitze haben vieles wieder herausgeholt. Bei uns am See läuft’s relativ stabil, wir sind zufrieden.“

Von Veronika Pranger


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