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Ein echtes "High"light mitten in Graz

15 Hektar feinstes „Gras“ mitten in der Stadt: Auf einer Fläche, die europaweit ihresgleichen sucht, produziert Hanfama den Rohstoff für CBD-Produkte.

Florian Lorenz und Günter Herneth (v.r.) sind produzieren auf insgesamt 19 Hektar Spezialhanf für CBD-Produkte.
© Florian Lierzer Florian Lorenz und Günter Herneth (v.r.) sind produzieren auf insgesamt 19 Hektar Spezialhanf für CBD-Produkte.

Graz ist eindeutig die Hanf-Stadt Europas. Aber nicht in der Art, an die die meisten jetzt denken werden. Vielmehr wachsen mitten in der Murmetropole auf einer Fläche von 15 Hektar Hanfpflanzen dicht an dicht. Mit den Flächen, die ab Sommer in Judendorf-Straßengel hinzukommen, sind es dann sogar 19 Hektar – umgerechnet mehr als 27 Fußballfelder (!) – auf denen das junge Unternehmen „Hanfama“ am Rohstoff für medizinische und gesundheitsunterstützende CBD-Produkte forscht und diesen auch produziert.

„Wir züchten in höchster Bio-Qualität, ausnahmslos geschützt unter Glas und ohne Einsatz von Herbiziden oder Pestiziden. Damit sind wir in dieser Größenordnung österreichweit konkurrenzlos und auch europaweit ganz, ganz weit vorne“, berichtet Geschäftsführer Florian Lorenz (im Bild re.).

Ordentlich Pioniergeist ins 2018 gegründete Unternehmen brachte Schwiegervater in spe Günter Herneth (li.) ein, verrät Lorenz. Seit 15 Jahren tüftle dieser an der richtigen Selektion des Nutzhanfs – zuvor als Hobby, jetzt als Leiter der Pflanzenproduktion.  „Seine jahrzehntelange Erfahrung mit Pflanzen hat unser Unternehmen von Anfang an auf ein besonderes Level gehoben.“ 

Medizinische Forschung


Aber nicht nur das. Mit dem Sitz im Grazer Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT) greift Lorenz’ Team auf eine wichtige Forschungsinfrastruktur zurück. Und diese brauche es auch, um Cannabinoide in reinster Form zu extrahieren und für die medizinische Anwendung nutzbar zu machen. Ein zwar relativ neues, aber weltweit boomendes Business, wie Lorenz betont: „Diese Inhaltsstoffe der Hanfplanze sind in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus von medizinischer Wissenschaft und Forschung gerückt. Wobei wir hier von CBD, also dem Canabidiol sprechen. Einem Stoff, der entspannend und entzündungshemmend wirkt, der aber im Gegensatz zum weitaus bekannteren THC nicht psychoaktiv und berauschend wirkt.“

Anders gesagt: Man wird nicht „high“ davon, auch nicht von den Pflanzen. Was aber viele nicht wüssten, lacht Lorenz, weshalb die Glashäuser besonderen Schutz verlangen.

Die Entscheidung, nur unter Glas zu züchten, was die Pflanzenfasern weicher und die Extraktion des CBD-Öls wesentlich schonender mache, sei zwar aufwendiger und teurer, aber erfolgversprechender. Das sieht auch die Hamburger Pharma-Gruppe Walter Ritter so. Lorenz: „Wir liefern einerseits den Rohstoff für deren pharmazeutische Produkte. Andererseits sind wir dadurch auch mit unseren Ölen und Konzentraten bereits in fast allen österreichischen Apotheken vertreten.“


Quergefragt

Was ist die Innovation?
Höchste Bio-Qualität geht nur im Glashaus. Und so züchten nur die allerwenigsten.
Was ist das Ziel?
In wenigen Jahren führender Produzent in Europa zu sein.
Wie viele Mitarbeiter?
Wir sind insgesamt 160.


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